Glarner Regierung stopft Corona-Ertragsausfälle des Kantonsspitals


Roman Spirig
Regional / 07.09.21 16:27

Das Kantonsspital Glarus soll vom Kanton für pandemiebedingte Ertragsausfälle entschädigt werden. Die Glarner Regierung hat beim Landrat, dem Parlament, die Zahlung von 660'000 Franken beantragt.

Glarner Regierung stopft Corona-Ertragsausfälle des Kantonsspitals (Foto: KEYSTONE /  / )
Glarner Regierung stopft Corona-Ertragsausfälle des Kantonsspitals

Der Betrag entspreche dem Kantonsanteil an den Ertragsausfällen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Das Spital soll damit für einen Teil der Mindereinnahmen entschädigt werden, die es im ersten Lockdown wegen des bundesrätlichen Behandlungsverbots verbuchte.

Die Landesregierung hatte Gesundheitseinrichtungen verpflichtet, im März und April 2020 auf nicht dringende medizinische Behandlungen zu verzichten, um Platz für Corona-Patienten zu haben.

Wie andere Spitäler und Kliniken hatte auch das Kantonsspital Glarus aufgrund des Behandlungsverbots Ertragsausfälle. Diese konnte es laut der Glarner Regierung nicht mit Erträgen aus der Behandlung von Covid-Patienten kompensieren. Vielmehr hatte das Spital wegen der Pandemie Mehrkosten.

Das Behandlungsverbot wurde aufgrund des Epidemiegesetzes angeordnet. Dieses regle aber nicht, wer die finanziellen Folgen solcher Massnahmen tragen müsse, hiess es in der Mitteilung. Es sei zu erwarten, dass sich weder der Bund noch die Krankenversicherer an den Ertragsausfällen der Spitäler und Kliniken beteiligen.

Als Geldgeber käme somit nur der Kanton infrage, schrieb die Exekutive. Dieser sei für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung zuständig. Als Eigentümer habe der Kanton zudem ein unmittelbares Interesse an einer finanziell nachhaltigen Organisation.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dortmunds Chance im Spitzenduell gegen die Bayern
Sport

Dortmunds Chance im Spitzenduell gegen die Bayern

Für Borussia Dortmund kommt am Samstag die Zeit, Bayern München richtig einzuheizen. Mit einem Heimsieg im Spitzenkampf würden die Dortmunder die Spitze übernehmen - zwei Punkte vor dem Serienmeister.

Credit Suisse wegen Devisenkartell von EU mit 83 Mio Busse belegt
Wirtschaft

Credit Suisse wegen Devisenkartell von EU mit 83 Mio Busse belegt

Die Credit Suisse hat von der EU eine Busse in der Höhe von 83 Millionen Euro aufgebrummt bekommen. Dabei geht es um eine Kartelluntersuchung wegen unerlaubter Handelsabsprachen am Devisenkassamarkt.

Uber-Rivale zieht sich auf Druck von China von Wall Street zurück
Wirtschaft

Uber-Rivale zieht sich auf Druck von China von Wall Street zurück

Nur fünf Monate nach seinem Debüt an der Wall Street zieht der chinesische Fahrdienstvermittler Didi auf Druck der chinesischen Behörden einen Schlussstrich unter die Börsennotierung in den USA. Stattdessen treibt er eine Notierung in Hongkong voran.

Odermatt um drei Hundertstel am erneuten Sieg vorbei
Sport

Odermatt um drei Hundertstel am erneuten Sieg vorbei

Marco Odermatt verpasst den Doppelsieg in den Weltcup-Super-G in Beaver Creek um einen Hauch. Der Nidwaldner wird am Tag nach dem überlegenen Triumph hinter dem Norweger Aleksander Kilde Zweiter.