Glarnerland: Stabile Sicherheitslage trotz Zunahme von Straftaten


Roman Spirig
Regional / 23.03.21 16:06

Im Kanton Glarus kann trotz einer Zunahme der Straftaten von 15 Prozent aus kriminalpolizeilicher Sicht von einer stabilen Lage gesprochen werden. Dieses Fazit zieht die Kantonspolizei zu der am Dienstag publizierten Kriminalstatistik 2020.

Glarnerland: Stabile Sicherheitslage trotz Zunahme von Straftaten (Foto: KEYSTONE / DPA / MAURIZIO GAMBARINI)
Glarnerland: Stabile Sicherheitslage trotz Zunahme von Straftaten (Foto: KEYSTONE / DPA / MAURIZIO GAMBARINI)

Im vergangenen Jahr wurden im Glarnerland 1630 Straftaten registriert, 238 Straftaten mehr als im Vorjahr. Im mehrjährigen Vergleich kann von einer Steigerung dennoch nicht gesprochen werden. Der 10-Jahres-Durchschnitt liegt mit 1762 Straftaten sogar deutlich höher.

Die Zunahmen gegenüber 2019 erfolgten im Wesentlichen im Bereich der strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben, gegen das Vermögen sowie gegen die Freiheit. Rückläufig waren Straftaten gegen das Ausländergesetz.

Leicht gesunken von 40 auf 35 ist auch die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt im engeren Sinn. Dagegen nahmen die Straftaten zwischen Personen, die in einer partner- oder verwandtschaftlichen Beziehung stehen (häusliche Gewalt im weiteren Sinn) von 54 auf 90 zu. Allerdings liegen diese 90 Straftaten immer noch im langjährigen Schnitt.

Die Einbruchskriminalität nahm zwar um 19 Straftaten auf 71 Fälle zu. Sie liegt damit laut der Polizei aber weiterhin auf tiefem Niveau.

Im Strassenverkehr wirkte sich die Pandemie-Situation negativ aus, wie die Polizei zur Verkehrsunfallstatistik schreibt. Viele Menschen mieden den ÖV und benutzten stattdessen das Bike oder Auto. Zudem nahm der Ausflugsverkehr an schönen Tagen markant zu. Daraus resultierten bei den Autos und E-Bikes mehr Verkehrsunfälle.

Insgesamt registrierte die Polizei 389 Unfälle, 50 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent. Besonders die Unfälle beim Parkieren nahmen zu (+62 Prozent). Zudem häuften sich Auffahrunfälle (+25 Prozent). Sowohl Motorradunfälle als auch Tempo-Unfälle waren hingegen rückläufig.

Die Zahl der Verletzten stieg leicht an. Zum dritten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen gab es aber kein Todesopfer auf Glarner Strassen.

(sda)


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