Glarner/Orlik, Wicki/Aeschbacher und Stucki/Reichmuth zum Auftakt


Roman Spirig
Schwingen / 21.08.19 22:34

Das Eidgenössische Schwingfest in Zug wird am Samstagmorgen so beginnen, wie das Eidgenössische 2016 in Estavayer im Schlussgang aufgehört hat: Mit dem Duell zwischen Armon Orlik und Schwingerkönig Matthias Glarner.

Glarner/Orlik, Wicki/Aeschbacher und Stucki/Reichmuth zum Auftakt (Foto: KEYSTONE /  / )
Glarner/Orlik, Wicki/Aeschbacher und Stucki/Reichmuth zum Auftakt

Diese kleine Revanche ist nur eine von verschiedenen attraktiven Paarungen, die der Eidgenössische Technische Leiter Samuel Feller für den um 8 Uhr beginnenden 1. Gang zusammengestellt hat. Das erstmals stattfindende Duell Christian Stucki gegen Pirmin Reichmuth - für viele Fans ist es vermutlich das Highlight überhaupt - sowie Samuel Giger gegen den ebenfalls jungen Nordwestschweizer Vertreter Nick Alpiger und Joel Wicki gegen Matthias Aeschbacher sind weitere höchst brisante Duelle.

Der Entlebucher Wicki und der etwas schwächer eingeschätzte Emmentaler Aeschbacher sind die aktuell bösesten Schwinger, die noch nicht Eidgenossen sind. Wicki konnte 2016 verletzungshalber nicht mittun, Aeschbacher verpasste den eidgenössischen Kranz knapp. In dieser Saison hat Aeschbacher als einziger Schwinger drei übergeordnete Feste für sich entschieden. In den direkten Duellen führt Wicki jedoch 2:0.

Obwohl als zweifacher Eidgenosse selber aus dem Berner Verband stammend, hat Samuel Feller die in letzter Zeit nicht mehr souverän regierenden Berner Schwinger - sie hatten die Szene von 2008 bis 2017 fast nach Belieben dominiert - recht streng eingeteilt. Andererseits hat Feller darauf verzichtet, mit einem Direktduell unter den vier jungen Topfavoriten Samuel Giger, Armon Orlik (beide Nordostschweiz), Joel Wicki und Pirmin Reichmuth (beide Innerschweiz) zu beginnen. Alle vier hätten also die Möglichkeit, ohne deutliche Punktverluste (durch Gestellte oder Niederlagen) in den 2. Gang zu kommen. Sollte dies so sein, könnten die 56'500 Zuschauer in der Zuger Arena in späteren Gängen mit Auseinandersetzungen unter den vier Youngsters rechnen.

Feller hat mit der Zusammenstellung dem Grundsatz Rechnung getragen, dass die Sieger der jüngsten Feste mit eidgenössischem Charakter nicht geschont werden sollen. In den aktuellen Fällen von Matthias Glarner und Unspunnensieger Christian Stucki wird dieses Prinzip längst eingehalten.

(sda)


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