Grasshoppers schaffen spektakuläre Wende, Zürich schlägt zurück


News Redaktion
Sport / 23.10.21 22:53

Die Grasshoppers und der FC Zürich trennen sich in einem spektakulären Zürcher Derby 3:3. Damit verpasst der FCZ den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze.

Georg Margreitter trifft zum Ausgleich für die Grasshoppers (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Georg Margreitter trifft zum Ausgleich für die Grasshoppers (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Nein, Anlaufzeit brauchten die Teams im 276. Zürcher Derby keine. Im Duell zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich waren am Samstagabend gerade einmal drei Minuten gespielt, als FCZ-Verteidiger Becir Omeragic mit einem klugen Pass in die Spitze die Defensive der Grasshoppers ausspielte. Rodrigo Pollero, der im Sturm den gelbgesperrten Topskorer Assan Ceesay vertrat, verwertete die Vorlage des Nationalspielers ohne Probleme zur Führung.

Und als Blerim Dzemaili nur sieben Minuten später mit einem wuchtigen Schuss erhöhte, schien es ein FCZ-Abend zu werden. Schliesslich jubelten die Fans über den ersten Treffer des Rückkehrers seit fast 15 Jahren. Letztmals hatte Dzemaili am 2. Dezember 2006 für die Zürcher getroffen, ehe er den Verein im darauffolgenden Sommer verliess und seine Auslandkarriere bei den Bolton Wanderers in England lancierte.

Für ein Schwelgen in Erinnerungen blieb in der Folge indes keine Zeit. Nur sieben Minuten später brachte Léo Bonatini die Hoffnung für den Aufsteiger zurück. Der Brasilianer verwertete einen durch Adrian Guerrero verursachten Foulpenalty. Und als Innenverteidiger Georg Margreitter in der 27. Minute einen Eckball Petar Pusics ins Tor köpfelte, war die Equipe von Giorgio Contini endgültig zurück im Spiel. Doch für die Grasshoppers sollte es noch besser kommen. Christian Herc erwischte FCZ-Goalie Yanick Brecher zwischen den Beinen und vollendete die spektakuläre Achterbahnfahrt von GC vom 0:2 zum 3:2 in 18 Minuten.

Die zweite Hälfte sollte zwar weniger torreich, aber nicht weniger intensiv werden. Je länger die Partie dauerte, desto mehr übernahm die Mannschaft von André Breitenreiter das Spieldiktat. Und Rodrigo Pollero zeigte ein zweites Mal, ein valabler Ersatz für Sturmkollege Ceesay sein zu können. In der 66. Minute setzte sich der Uruguayer im Kopfballduell gegen Loosli durch und sorgte für den neuerlichen Ausgleich. In der Folge war der FCZ näher am Sieg, da Pollero aber in der Nachspielzeit neben das Tor schoss, sollte es beim 3:3 bleiben.

Damit verpasst es der FC Zürich, zumindest über Nacht die Tabellenführung zu übernehmen und verbleibt auf Rang 3. Die Grasshoppers bleiben Fünfte.

1. Basel 10/22 (24:8). 2. Young Boys 10/21 (27:10). 3. Zürich 11/21 (26:20). 4. Lugano 9/14 (13:11). 5. Grasshoppers 11/14 (19:17). 6. Servette 10/12 (17:22). 7. St. Gallen 10/9 (15:24). 8. Sion 10/9 (12:23). 9. Lausanne-Sport 11/7 (14:25). 10. Luzern 10/6 (14:21).

Grasshoppers – Zürich 3:3 (3:2)

15700 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 3. Pollero (Omeragic) 0:1. 10. Dzemaili 0:2. 17. Bonatini (Foulpenalty) 1:2. 27. Margreitter (Pusic) 2:2. 35. Herc (Schmid) 3:2. 66. Pollero (Guerrero) 3:3.

Grasshoppers: Moreira; Arigoni, Margreitter, Loosli; Bolla (33. Schmid), Kawabe (90. Gjorgjev), Herc, Lenjani; Pusic (77. Diani); Bonatini (77. Campana), Sène (77. Demhasaj).

Zürich: Brecher; Omeragic, Kryeziu, Aliti; Doumbia; Boranijasevic, Dzemaili (87. Hornschuh), Krasniqi (60. Gnonto), Guerrero; Marchesano (80. Coric), Pollero.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Toti (gesperrt), Abrashi, Morandi und Santos (alle verletzt). Zürich ohne Ceesay (gesperrt), Kramer, Tosin, Leitner, Khelifi und Buschmann (alle verletzt). 33. Bolla verletzt ausgewechselt. Verwarnungen: 13. Kryeziu (Foul), 15. Dzemaili (Unsportlichkeit), 15. Pusic (Unsportlichkeit), 40. Herc (Foul), 76. Loosli (Foul).

(sda)


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