Graubünden ändert wegen Lieferengpässen die Impfstrategie


News Redaktion
Schweiz / 20.01.21 11:10

Weil nicht genügend Impfstoffe gegen das Coronavirus geliefert werden können, ändert auch der Kanton Graubünden seine Impfstrategie. Injektionen erhalten zuerst Personen im Alter von über 75 Jahren sowie Erwachsene mit schweren chronischen Krankheiten.

Weil der zugesagte Impfstoff nicht in den in Aussicht gestellten Mengen geliefert werden kann, kommt es auch im Kanton Graubünden zu Verzögerungen. (Themenbild). (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)
Weil der zugesagte Impfstoff nicht in den in Aussicht gestellten Mengen geliefert werden kann, kommt es auch im Kanton Graubünden zu Verzögerungen. (Themenbild). (FOTO: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Der Pharmakonzern Pfizer könne die zugesagte Menge an Corona-Impfstoffen nicht wie geplant liefern, teilten die kantonalen Behörden am Mittwoch mit. Von den 3000 zugesprochenen Impfdosen hat das Gesundheitsamt am Montag lediglich 1000 erhalten.

Die zweiten Dosen für die schon geimpften Personen in den Alters- und Pflegeheimen sind zwar gesichert. Allerdings zeitigt der Engpass Auswirkungen auf die dezentrale Impf- und Teststrategie.

Das Impfzentrum Chur (Kreuzspital) wird mit dem Pfizer-Impfstoff sowie jenem von Moderna beliefert. Das führt dazu, dass in den anderen Impf- und Testzentren weniger Impfstoff von Moderna bereit steht, was Terminverzögerungen zur Folge hat.

Dass nun zuerst über 75-jährige Personen sowie Erwachsene mit schweren chronischen Krankheiten eine Spritze verabreicht bekommen, entspricht den Empfehlungen der Eidg. Kommission für Impffragen. Diese Personen werden ab Ende Januar in den Regionalspitälern Davos, Ilanz, Poschiavo, Schiers, Scuol und Thusis sowie in Zentren in Cama, Chur und St. Moritz geimpft.

Die Impftermine werden nach der Anmeldung durch die Zentren zugewiesen und bestätigt. Es bestehe keine freie Terminwahl.

(sda)


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