Günther als Ministerpräsident Schleswig-Holsteins wiedergewählt


News Redaktion
International / 29.06.22 11:50

Der CDU-Politiker Daniel Günther ist als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein wiedergewählt worden. Der 48-Jährige erhielt am Mittwoch im Landtag 47 von 66 abgegebenen Stimmen und kann damit wie geplant eine Koalitionsregierung mit den Grünen bilden.

Daniel Günther (M, CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holsteins, freut sich nach seiner Wiederwahl im Landtag neben Karin Prien (CDU), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, und Tobias Koch (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU. Günther führt in Schleswig-Holstein eine Koalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen an. Foto: Marcus Brandt/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Marcus Brandt)
Daniel Günther (M, CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holsteins, freut sich nach seiner Wiederwahl im Landtag neben Karin Prien (CDU), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, und Tobias Koch (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU. Günther führt in Schleswig-Holstein eine Koalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen an. Foto: Marcus Brandt/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Marcus Brandt)

CDU und Grüne haben im Parlament zusammen 48 der 69 Mandate. Bei der Abstimmung fehlte aber ein CDU-Abgeordneter. Günther regiert das nördlichste deutsche Bundesland seit 2017.

Die CDU hatte die Landtagswahl am 8. Mai klar mit 43,4 Prozent vor den Grünen gewonnen, die 18,3 Prozent holten. Am Dienstag hatten die Spitzen von CDU und Grünen den gemeinsamen Koalitionsvertrag offiziell unterzeichnet.

Es ist das erste schwarz-grüne Bündnis in Schleswig-Holstein, und das derzeit vierte in Deutschland. In den vergangenen fünf Jahren hatten beide Parteien in einem sogenannten "Jamaika"-Bündnis gemeinsam mit der FDP regiert. Günter hätte auch alleine mit den Liberalen, dem traditionellen Partner der Christdemokratie, weiterregieren können, entschied sich aber trotz grösserer ideologischer Unterschiede für die stärkeren Grünen.

Die CDU leitet fünf Ministerien, die Grünen drei. Die neue Sozialministerin Aminata Touré, deren Eltern aus Togo stammen, ist die erste Schwarze Ministerin in Deutschland. Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen ist der erste Däne in einem deutschen Ministeramt. Der frühere Rostocker Oberbürgermeister ist noch parteilos, erhielt das Ministerium aber über die CDU.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Jil Teichmann scheitert nach vergebenem Matchball
Sport

Jil Teichmann scheitert nach vergebenem Matchball

Jil Teichmann und Belinda Bencic müssen sich beim WTA-1000-Turnier in Cincinnati bereits nach der 1. Runde verabschieden.

Schweizer Gardist bricht vor den Augen des Papstes zusammen
International

Schweizer Gardist bricht vor den Augen des Papstes zusammen

Ein Schweizer Gardist ist am Mittwoch bei der wöchentlichen Generalaudienz von Papst Franziskus in Rom zusammengebrochen. Zudem sorgte ein kleiner Bub für Aufsehen: Er stürmte auf die Bühne.

Mann bei Bad im Lago Maggiore ertrunken
Schweiz

Mann bei Bad im Lago Maggiore ertrunken

Ein 54-jähriger Schweizer ist am Mittwoch in Tenero TI beim Bad im Lago Maggiore ertrunken. Das gab die Tessiner Kantonspolizei am späten Mittwochabend in einer Mitteilung bekannt.

Fussballvereine integrieren Menschen mit Migrationshintergrund
Schweiz

Fussballvereine integrieren Menschen mit Migrationshintergrund

Fussballvereine fördern die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei tun sich Frauen schwerer als Männer. In die Schweiz eingewanderte Frauen finden einer Studie zufolge selten den Weg in Vereine.