Guterres verurteilt Militär in Myanmar - Rufe nach UN-Friedensmission


News Redaktion
International / 23.02.21 13:00

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Militärjunta in Myanmar erneut scharf verurteilt und aufgefordert, das harte Durchgreifen gegen Demonstranten umgehend zu beenden.

ARCHIV - N-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Militärjunta in Myanmar erneut scharf verurteilt und aufgefordert, das harte Durchgreifen gegen Demonstranten umgehend zu beenden. Foto: Mark Garten/UN/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UN/Mark Garten)
ARCHIV - N-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Militärjunta in Myanmar erneut scharf verurteilt und aufgefordert, das harte Durchgreifen gegen Demonstranten umgehend zu beenden. Foto: Mark Garten/UN/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UN/Mark Garten)

Lassen Sie die Gefangenen frei. Beenden Sie die Gewalt. Respektieren Sie die Menschenrechte und den Willen des Volkes, den dieses in der jüngsten Parlamentswahl ausgedrückt hat, twitterte der Portugiese am Dienstag. Putsche haben in unserer modernen Welt keinen Platz.

In Myanmar werden derweil Rufe nach konkreter Hilfe der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen lauter. Bürger bringen dabei in sozialen Netzwerken auch zunehmend den Einsatz von UN-Friedenstruppen ins Gespräch.

Sir, erst gestern hat das Militär mehr als 100 friedliche Demonstranten in Naypyidaw festgenommen, twitterte eine Frau an die Adresse von Guterres. Ihre Warnungen werden von diesen Mördern offenkundig vernachlässigt und verspottet. Es sei Zeit, Blauhelmsoldaten zu entsenden, um den Frieden wiederherzustellen. Bitte retten Sie uns, schrieb die Frau.

In vielen Landesteilen gab es am Dienstag erneut Demonstrationen gegen die Generäle. Am Montag hatten sich Hunderttausende an einem Generalstreik beteiligt. Die Kundgebungen auf den Strassen etwa in der früheren Hauptstadt Rangun und in der Grossstadt Mandalay im Norden gehörten zu den grössten seit dem Umsturz Anfang Februar.

Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Achtung zerbrechlich: Das Lausanner Mudac zieht um
Schweiz

Achtung zerbrechlich: Das Lausanner Mudac zieht um

Seit einigen Monaten bereitet das Mudac seinen Umzug ins Lausanner Museumsareal Plateforme 10 vor. Die grösste Glaskunstsammlung Europas mit ihren voluminösen, schweren oder filigranen Stücken zu transportieren, ist kein leichtes Unterfangen.

Bundesrat hält fest: Die Stadtzürcher City Card ist kein Ausweis
Schweiz

Bundesrat hält fest: Die Stadtzürcher City Card ist kein Ausweis

Nicht nur der Zürcher Regierungsrat findet eine City Card als amtlichen Ausweis eine schlechte Idee. Auch der Bundesrat hält von einer städtischen Identitätskarte wenig. Würde eine solche als Ausweispapier akzeptiert, verstiesse das gegen Bundesrecht.

Anschlag auf Bloggerin in Malta: Verdächtiger gibt Schuld zu
International

Anschlag auf Bloggerin in Malta: Verdächtiger gibt Schuld zu

Überraschende Wende im Mordfall der in Malta umgebrachten Journalistin Daphne Caruana Galizia: Einer von drei Männern, die wegen des Mordes vor Gericht stehen, hat sich am Dienstag schuldig bekannt. Bisher hatten alle drei die Tat bestritten.

Pogacar vor Gesamtsieg in der UAE-Tour
Sport

Pogacar vor Gesamtsieg in der UAE-Tour

Tadej Pogacar steht vor dem Gesamtsieg bei der stark besetzten UAE-Tour. Der slowenische Tour-de-France-Sieger verteidigt mit Platz 2 in der 5. Etappe seine Gesamtührung erfolgreich.