Hallenbad in Lachen geschlossen! Gewindestangen könnten Gästen auf den Kopf fallen


Roman Spirig
Regional / 12.03.19 10:28

Die Gemeinde Lachen hat das Hallenbad Seefeld aus Sicherheitsgründen geschlossen. Gewindestangen und Kupplungsstücke der Tragkonstruktion sind von stark ausgeprägten Korrosionserscheinungen betroffen und könnten den Schwimmbadbesuchern auf den Kopf fallen.

Hallenbad in Lachen geschlossen! Gewindestangen könnten Gästen auf den Kopf fallen  (Foto: Gemeinde Lachen - Screenshot Homepage)
Hallenbad in Lachen geschlossen! Gewindestangen könnten Gästen auf den Kopf fallen (Foto: Gemeinde Lachen - Screenshot Homepage)

  • Das Hallenbad Seefeld in Lachen ist geschlossen. Central-Reporterin Jasmin Wernli berichtet, warum dem so ist und ob damit zu rechnen ist, dass es wieder geöffnet werden kann.

Die gefährliche Deckenkonstruktion werde entfernt, teilte die Gemeinde am Dienstag mit. Die Mängel zu Tage gefördert habe eine Zustandsbegutachtung durch die Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).

Diese hatte die Gemeinde zu Rate gezogen, nachdem bei einer Turnhalle im Kanton Zürich im Rahmen von Unterhaltsarbeiten bei einer abgehängten Decke mit Innenisolation grosse Korrosionsschäden zum Vorschein kamen.

Das Bad stamme aus den 1970er Jahren, sagte die Lachener Gemeindeschreiberin Petra Keller auf Anfrage. Der dannzumal für die Deckenaufhängung verwendete nicht rostende Stahl sei gegenüber Hallenbadatmosphären, wo chlorhaltige Substanzen verwendet werden, nicht genügend beständig. Dies könne zum plötzlichen Versagen der unter Zugspannung stehenden Bauteilen führen.

Das Hallenbad dürfte rund zwei bis drei Wochen geschlossen bleiben. Um die Decke zu entfernen, müsse das Wasser abgelassen und ein Gerüst aufgestellt werden, sagte Keller. Zu den Kosten könne man noch keine Angaben machen. Weil die Decke auch eine schalldämpfende Wirkung habe, müssten hier allenfalls Massnahmen getroffen werden. Diese Arbeiten würden aber während der Sommerferien vorgenommen. Das Bad dient in erster Linie fürs Schulschwimmen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Scharfe Kritik an geplanter Entlassung einer ETH-Professorin
Schweiz

Scharfe Kritik an geplanter Entlassung einer ETH-Professorin

Nachdem in der vergangenen Woche bekannt geworden war, dass die ETH-Zürich eine Professorin entlassen will, weil diese sich gegenüber Doktorierenden unkorrekt verhalten habe, kritisiert eine Physikprofessorin den Entscheid harsch. Auch die Betroffene selbst nimmt in einem Interview Stellung. Die ETH wehrt sich.

Missglückter Spurwechsel auf A4 hat teure Folgen
Regional

Missglückter Spurwechsel auf A4 hat teure Folgen

Ein 58-jähriger Autofahrer hat heute Nachmittag auf der Autobahn A4 bei der Verzweigung Rütihof ein Auto übersehen, als er von der Normal- auf die Überholspur wechseln wollte. Die Fahrzeuge kollidierten, verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken, wie die Zuger Polizei mitteilte.

Schweizer Curlerinnen vorzeitig in den Viertelfinals
Sport

Schweizer Curlerinnen vorzeitig in den Viertelfinals

Eine Runde vor Schluss der Round Robin haben die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni an der Weltmeisterschaften im dänischen Silkeborg die Qualifikation für die Viertelfinals sichergestellt.

Schweiz

"Immer selbstbewusst, aber nie arrogant"

Georgien will der Schweiz zum Start der EM-Qualifikation mit Euphorie begegnen. Der Schweizer Coach Vladimir Petkovic setzt auf die Tugenden, welche in der Vergangenheit geholfen haben, Pflichtaufgaben erfolgreich zu erledigen: Demut, Arbeit, Konzentration und Wille.