Hamburger Kunsthalle zeigt grosse Max-Beckmann-Ausstellung


News Redaktion
International / 25.09.20 12:50

Von sich selbst zeichnete Max Beckmann (1884-1950) gern das Bild eines mannhaft entschlossenen Weltendeuters, dabei war seine Sicht auf die Geschlechter vielschichtiger: Eine grosse Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle untersucht bis zum 24. Januar erstmals die oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in seiner Kunst.

Mitarbeiter gehen während eines Pressetermins in der Kunsthalle durch die Ausstellung «Max Beckmann - weiblich - männlich» (Wischeffekt durch Langzeitbelichtung). Im Vordergrund steht die Bronze-Plastik
Mitarbeiter gehen während eines Pressetermins in der Kunsthalle durch die Ausstellung «Max Beckmann - weiblich - männlich» (Wischeffekt durch Langzeitbelichtung). Im Vordergrund steht die Bronze-Plastik ""Mann im Dunkeln"" (1934). Foto: Georg Wendt/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer aktuellen Berichterstattung über die Ausstellung. (FOTO: Keystone/dpa/Georg Wendt)

Die rund 140 Gemälde, Plastiken und Werke auf Papier sollen dabei die gesellschaftliche Relevanz des Themas der Geschlechter erfahrbar machen, teilte die Kunsthalle am Freitag mit. Der umfangreiche Beckmann-Bestand der Kunsthalle werde dafür um wichtige Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzt.

Beckmann schrieb Geschlechterrollen fest und öffnete sie zugleich, er fand Zartheit in Frauen- und in Männerfiguren, Schlagkraft in der Heldin wie im Helden, sagte Kuratorin Karin Schick laut Mitteilung. Davon zeugten seine zahlreichen Selbstdarstellungen und Doppelbildnisse, die Porträts von Männern und Frauen seiner Zeit sowie mythologische und biblische Figurenbilder. Fasziniert von den Mythen verschiedenster Kulturen, habe Beckmann die uralte Vorstellung gekannt, dass Frau und Mann aus einem einzigen, androgynen Geschlecht hervorgingen, nach dessen Einheit man sich auf ewig zurücksehnt.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Landesregierung gewährt Blocher nachträglich Rente für fünf Jahre
Schweiz

Landesregierung gewährt Blocher nachträglich Rente für fünf Jahre

Alt Bundesrat Christoph Blocher soll sein nachträglich eingefordertes Ruhegehalt im Umfang von fünf Jahren erhalten. Dies hat die Landesregierung am Mittwoch entschlossen.

Gerichtskommission soll drei Bewerber für Lauber-Nachfolge anhören
Schweiz

Gerichtskommission soll drei Bewerber für Lauber-Nachfolge anhören

Für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesanwaltes Michael Lauber gibt es mehrere Kandidaturen. Die zuständige Subkommission beantragt der Gerichtskommission der Räte, drei Personen anzuhören, die sich für die Führung der Bundesanwaltschaft bewerben.

Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann zieht sich zurück
Schweiz

Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann zieht sich zurück

Die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) verzichtet auf eine Kandidatur fürt den zweiten Wahlgang. Sie war am vergangenen Sonntag abgeschlagen auf Platz neun gelandet.

Weltrekord-Versuch: Brite springt ohne Fallschirm aus Hubschrauber
International

Weltrekord-Versuch: Brite springt ohne Fallschirm aus Hubschrauber

Ein Brite hat sich aus etwa 40 Metern Höhe von einem Hubschrauber aus ins Meer gestürzt, um einen Weltrekord aufzustellen. Beim harten Aufschlag aufs Wasser mit etwa 120 Stundenkilometern wurde der 34-jährige John Bream allerdings kurz bewusstlos und musste von Tauchern gerettet werden.