Heimatschutz sieht sich im Kampf um Luzerner Gewerbebau gestärkt


News Redaktion
Regional / 26.11.21 17:00

Das letzte Wort über das von einem Abbruch bedrohte Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse in Luzern ist noch nicht gesprochen. Der Schweizer Heimatschutz kann, wenn ein Neubauprojekt vorliegt, juristisch für den Erhalt des 1933 fertiggestellten Gebäudes kämpfen, wie das Bundesgericht festhält.

Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse in Luzern nach seiner Fertigstellung 1933. (FOTO: Schweizer Heimatschutz)
Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse in Luzern nach seiner Fertigstellung 1933. (FOTO: Schweizer Heimatschutz)

Der Heimatschutz veröffentlichte am Freitag ein Urteil des Bundesgerichts. Auf den ersten Blick fiel dieses nicht im Sinne der Organisation aus, denn das Gericht trat auf dessen Beschwerde gegen die Abbruchbewilligung nicht ein. Dennoch sieht sich der Heimatschutz als Sieger, denn er habe in der Sache Recht erhalten, wie er in einer Mitteilung festhielt.

Die CSS will den Bau, der als frühes Beispiel des modernen Bauens in der Zentralschweiz gilt, durch ein neues Gebäude ersetzen. Die Stadt Luzern erteilte 2018 die Abbruchbewilligung. Abgerissen werden darf das Gebäude aber erst, wenn die Bewilligung für einen Neubau rechtskräftig ist.

Die Abbruchbewilligung ist damit an die Baubewilligung geknüpft und aus Sicht des Bundesgerichts nur ein Zwischenschritt. Das Gericht trat deswegen auf die Beschwerde des Heimatschutzes gegen die Abbruchbewilligung nicht ein.

2017 verzichtete die kantonale Denkmalpflege darauf, das Gewerbegebäude ins Denkmalverzeichnis einzutragen und damit zu schützen. Gegen diesen Entscheid konnte der Heimatschutz juristisch nicht vorgehen.

Die Nicht-Unterschutzstellung kann der Heimatschutz aber im Rahmen des Baubewilligungsverfahren anfechten, wie das Bundesgericht festhält. Der negative Schutzentscheid sei nicht bindend im Hinblick auf das spätere baurechtliche Verfahren.

(sda)


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