Hitzewelle in der Antarktis bedroht die Erde - Experten besorgt


News Redaktion
International / 31.03.20 15:37

Aussergewöhnliche Wärme in der Antarktis lässt Forscher Alarm schlagen: Angesichts einer erstmals an der Casey Forschungsstation in der Ostantarktis gemessen Hitzewelle warnen sie vor drastischen Schäden für antarktische Lebewesen und für die Ökosysteme der Erde.

Die australische Antarktis-Forschungsanstalt Casey. Forscher dort warnen, dass die Hitzewelle in der Antarktis vom vergangenen Januar Folgen haben könnte für den ganzen Planeten. (Archivbild) (FOTO: Keystone/EPA/TORSTEN BLACKWOOD/AFP)
Die australische Antarktis-Forschungsanstalt Casey. Forscher dort warnen, dass die Hitzewelle in der Antarktis vom vergangenen Januar Folgen haben könnte für den ganzen Planeten. (Archivbild) (FOTO: Keystone/EPA/TORSTEN BLACKWOOD/AFP)

Hitzewellen seien bislang selten in der Antarktis gemessen worden - gewöhnlich bezeichnen Forscher damit eine Aneinanderreihung von mindestens drei Tagen mit extrem hohen Temperaturen.

Auch auf der Antarktischen Halbinsel seien Rekordtemperaturen festgestellt worden, hiess es in dem am Montag im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlichten Bericht. Autoren sind Wissenschaftler australischer Hochschulen sowie der Australian Antarctic Division der Regierung.

An der Casey-Station wurden Ende Januar - im antarktischen Sommer - an drei Tagen Extreme bei den Höchst- und Tiefstwerten aufgezeichnet. Während die Temperaturen im Minimum jeweils über Null Grad blieben, wurde es am 24. Januar in der Spitze bis zu 9,2 Grad Celsius warm. Dieses Temperaturmaximum sei fast sieben Grad wärmer als der durchschnittliche Höchstwert an der Station in den vergangen 31 Jahren.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass abnorm warme Sommer eine Vielzahl von biologischen Auswirkungen haben werden, die noch nicht alle bekannt sind. Der Klimawandel beeinflusse selbst die entlegensten Gebiete des Planeten. Was in Antarktika passiere, habe Auswirkungen etwa auf Ozeanströmungen und damit auf das Klima in vielen Erdregionen, schreiben die Autoren in einem Artikel auf der Webseite The Conservation.

Das vorwiegend eisbedeckte Gebiet, das grösser als Europa ist, gilt als Treiber des sogenannten globalen Förderbands, der Zirkulation der Welt-Meeresströmungen. Schmelzen die Eisschilde der Antarktis ab, steigt zudem der globale Meeresspiegel.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

RE-Live: Urner Kantonales 2019 in Bürglen
Schwingen

RE-Live: Urner Kantonales 2019 in Bürglen

Aufgrund der aktuellen Situation können in diesem Jahr leider keine Zentralschweizer Kantonalen Schwingfeste durchgeführt werden.

Sport

"Noch nie ein so schlechtes Stadion angetroffen wie das Wankdorf"

1961 passiert im alten Berner Wankdorf-Stadion Historisches. Zum einzigen Mal fand ein Final des Meistercups in der Schweiz statt. Kritik gibt es an den Fans, dem Schiedsrichter und dem Platz.

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Spanien registriert
International

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Spanien registriert

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Spanien binnen eines Tages keine neuen Todesopfer registriert worden. Das teilte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, am Montagabend mit.

Zürcher halten Corona-Vorgaben an Pfingsten gut ein
Schweiz

Zürcher halten Corona-Vorgaben an Pfingsten gut ein

Die Bevölkerung des Kantons Zürich hat am Pfingstsamstag und -sonntag bis auf sehr wenige Ausnahmen die Sicherheitsvorgaben zur Corona-Pandemie gut eingehalten. Die Lockerung der maximalen Gruppengrössen löste keine Massenaufläufe aus.