Hoarau, Torschützenkönig a.D., kann es noch


News Redaktion
Sport / 09.05.21 18:21

Der Match, der St. Gallen aus dem Abstiegskampf herausführen sollte, wird für die Ostschweizer zur neuerlichen Enttäuschung. Guillaume Hoarau schiesst in St. Gallen drei Tore zum Sittener 3:0-Sieg.

Der Längste hat getroffen: Sittener Jubel um Guillaume Hoarau (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Der Längste hat getroffen: Sittener Jubel um Guillaume Hoarau (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Der Torschützenkönig 2018/19 und vierfache Vizekönig hatte im Herbst nach dem Wechsel ins Wallis unter Trainer Fabio Grosso keine grosse Rolle, wenn überhaupt eine Rolle gespielt. Vielleicht ist er jetzt so ausgeruht, dass er für Sion der entscheidende Mann auf dem Weg zum Ligaerhalt werden kann. Jedenfalls spielte er am Sonntag, mit mittlerweile 37 Jahren, keineswegs schlechter als jahrelang in Bern. Die Bewegungen des langen Franzosen wirkten ruhig, fast gemächlich wie immer. Aber er erzielte in der zweiten Halbzeit einen Hattrick - einen echten oder lupenreinen, wie man die drei ununterbrochenen Tore innerhalb einer Halbzeit nennt. Hoarau vollstreckte, was seine Mitspieler mit einer frappanten Steigerung nach der Pause vorbereiteten.

Für St. Galler wird es immer brenzliger. In den letzten elf Meisterschaftsspielen stehen einem Sieg (daheim gegen Vaduz) drei Remis und vor allem sieben Niederlagen gegenüber.

Die hundert Zuschauer feuerten die Mannschaft an, als wären es tausend oder mehr. Es beflügelte die Spieler in der ersten Halbzeit sichtlich. Die Ostschweizer begannen mit dem Elan und der Begeisterung, die sie vom Sieg im Cup-Halbfinal aus Genf mitgenommen hatten. Sie spielten durchaus schwungvoll und optimistisch, die wirklichen Torchancen wollten sich aber nicht einfinden. Am gefährlichsten wurde es, als Victor Ruiz nach zehn Minuten einen Freistoss von weit seitlich des Strafraums an die Latte schlug.

Aber kaum machten die Walliser nach der Pause Druck, war es vorbei mit Schwung und Elan. Die Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler wurde beim Stand von 0:1 noch schwieriger, als Innenverteidiger Betim Fazliji wegen eines Notbremse-Fouls als hinterster Mann zu Recht die Rote Karte sah. Ebenfalls wegen eines Notbremse-Fouls war Fazliji kurz vorher verwarnt worden.

St. Gallen - Sion 0:3 (0:0)

100 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 51. Hoarau (Khasa) 0:1. 62. Hoarau (Grgic) 0:2. 89. Hoarau (Zock) 0:3.

St. Gallen: Ati-Zigi; Cabral (79. Lüchinger), Stergiou, Fazliji, Muheim (79. Traorè); Quintilla; Görtler, Ruiz (61. Staubli); Stillhart; Adamu (61. Guillemenot), Duah (61. Babic).

Sion: Fickentscher; Martic, Cavaré, Ndoye, Iapichino (84. Zock); Khasa (75. Baltazar), Araz, Grgic, Tosetti; Karlen (75. Clemenza), Hoarau (90. Uldrikis).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Kräuchi, Abaz, Ajeti (alle verletzt) und Youan (rekonvaleszent). Sion ohne Lacroix (gesperrt), Bamert, Abdellaoui, Wesley, Doldur, Vlasenko und Kabashi (alle verletzt). 10. Freistoss von Ruiz an die Latte. 55. Rote Karte gegen Fazliji (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 25. Ndoye (Foul), 47. Fazliji (Foul), 82. Araz (Foul).

(sda)


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