Hochdorf rechnet mit Defizit und tieferem Bevölkerungs-wachstum


News Redaktion
Regional / 03.11.20 11:31

Die Gemeinde Hochdorf LU rechnet für das kommende Jahr mit einem Defizit von 715'201 Franken. Für Mehrkosten sorgen ein Schulhausprovisorium und ein Gerichtsentscheid. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 2,0 Einheiten.

Die Gemeinde Hochdorf lässt trotz Defizit den Steuerfuss unangetastet. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Gemeinde Hochdorf lässt trotz Defizit den Steuerfuss unangetastet. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Für das Jahr 2020 hatte die Gemeinde noch mit einem Ertragsüberschuss von 542441 Franken gerechnet. Damals musste Hochdorf im Zuge der Aufgaben- und Finanzreform AFR18 die Steuern um eine Zehntelseinheit senken. Für 2021 rechnet der Gemeinderat mit einem konstanten Steuerertrag, wie er am Dienstag mitteilte.

Mehrkosten von 950000 Franken kommen im Bereich Bildung auf die Gemeinde zu. Beim Schulhaus Avanti muss der Schulbetrieb wegen Bauarbeiten in Provisorien ausgelagert werden. Zudem wird die Unterrichtsverpflichtung aller Lehrpersonen reduziert.

Nach einem Urteil des Luzerner Kantonsgerichts im Fall eines Heimbewohners rechnet Hochdorf auch mit Mehrkosten im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV.

Der Gemeinderat senkt zudem die Wachstumsprognosen. Für 2021 rechnet er mit einem Bevölkerungszuwachs von 0,5 Prozent statt wie bis anhin 0,7 Prozent. Bei der Steuerkraft geht er von einem Wachstum von 1,0 Prozent aus. In den Vorjahren waren jeweils 2,8 Prozent budgetiert worden. Die Bevölkerung und die verschiedenen Branchen seien sehr unterschiedlich von der Coronapandemie betroffen, hiess es dazu.

Die Investitionen liegen bei 10,5 Millionen Franken. Das sei vergleichsweise hoch, aber dem Schulhausbau geschuldet, hält der Gemeinderat fest. Die damit verbundenen Ausgaben führen bis 2024 zu einer Pro-Kopf-Nettoschuld von 3150 Franken.

(sda)


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