Hochschule nimmt neuen Suurstoffi-Campus in Rotkreuz in Betrieb


Roman Spirig
Regional / 20.08.19 17:30

Die Hochschule Luzern eröffnet am 14. September im Zugerischen Rotkreuz einen neuen Campus: Auf dem Suurstoffi-Areal lernen, lehren und forschen künftig Informatiker und Ökonomen. Beim Neubau handelt es sich um das höchste Holzhochhaus der Schweiz.

Hochschule nimmt neuen Suurstoffi-Campus in Rotkreuz in Betrieb (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)
Hochschule nimmt neuen Suurstoffi-Campus in Rotkreuz in Betrieb (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)

Die Hochschule Luzern ist die Fachhochschule der Zentralschweiz. Seit 2016 ist ihr Departement Informatik in einem Provisorium in Rotkreuz untergebracht. Auf das neue Studienjahr zieht die Abteilung in das neue Gebäude, zusammen mit dem Institut für Finanzdienstleistungen, das seinen Sitz in Zug hatte. Dieses Institut gehört zum Departement Wirtschaft.

Im neuen Campus Rotkreuz-Zug würden 1350 Studentinnen und Studenten sowie hunderte Personen in Weiterbildung lernen, teilte die Hochschule Luzern am Dienstag mit. Dazu kämen 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule.

Die Hochschule Luzern ist überzeugt, dass das Zusammenrücken von Informatik und Wirtschaft einen grossen Mehrwert bringen werde. Genannt werden in der Mitteilung Stichworte wie Fachkräftemangel und Digitalisierung. Der Campus solle für zukunftsträchtige Impulse in der Region sorgen. Geplant seien interdisziplinäre Projekte, aber auch Kooperationen mit externen Partnern.

Rotkreuz und speziell sein Suurstoffi-Areal boomen stark. Der Innovationspark Zentralschweiz befindet sich dort, auch zahlreiche Neuunternehmen haben sich dort angesiedelt. Im Endausbau werden auf dem Suurstoffi-Areal 1500 Personen wohnen, 2000 Personen studieren und 2500 Personen arbeiten können.

Gebaut wird das Areal und der Hochschul-Campus von der Zug Estates AG. Sie baut für 195 Millionen Franken drei Gebäude. Ankermieterin ist die Hochschule Luzern, die einen Mietvertrag über 27 Jahre abgeschlossen hat.

Die Hochschule mietet sich in zwei miteinander verbundene Gebäude ein. Entworfen wurden diese vom Arge Büro Konstrukt Architekten & Manetsch Meyer Architekten.

Im 60 Meter hohen Hochhaus belegt die Fachhochschule neun Etagen vom ersten Untergeschoss bis zum achten Obergeschoss. Das zweite Gebäude, das zwei Unter- und fünf Obergeschosse hat, nutzt sie allein. Insgesamt stehen der Hochschule 16'150 Quadratmeter zur Verfügung.

Beim Hochhaus handelt es sich, im Gegensatz zum anderen, 25 Meter hohen Gebäude, um einen Hybrid-Bau. Der Kern mit dem Treppenhaus ist aus Beton, darum herum wurde eine tragende Holzkonstruktion gebaut. Nach Angaben von Zug Estates ist es das höchste Holzhochhaus der Schweiz.

Der Campus hat Hörsäle, Seminarräume, Labors, Ateliers, Platz zum Lernen, eine Bibliothek, ein Foyer und eine Mensa. Bis 2023 soll es auch bis zu hundert Wohnplätze für Studentinnen und Studenten geben.

(sda)


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