Hochwasserlage rund um den Vierwaldstättersee entspannt sich weiter


News Redaktion
Regional / 18.07.21 12:14

Der Pegel des Vierwaldstättersees sinkt stetig, die Lage in der Zentralschweiz entspannt sich weiter. In der Stadt Luzern betrug der Wasserpegel am Sonntagmittag 434,86 Meter, das sind bereits acht Zentimeter unter dem am Freitagabend gemessenen Höchststand von 434,94 Metern und vier Zentimeter unter der kritischen Marke von 434,90 Metern.

Die Stadt Luzern blieb von grösseren Überschwemmungen verschont, der Seepegel sinkt sei Freitagnacht stetig. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Stadt Luzern blieb von grösseren Überschwemmungen verschont, der Seepegel sinkt sei Freitagnacht stetig. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Bei dieser Höhe hätte das Wasser auf den Schwanenplatz und von dort in die Altstadt fliessen können. Soweit kam es jedoch nicht: Die Stadt Luzern blieb vor grösseren Überschwemmungen verschont.

Da der Pegel aber nur langsam sinke und die Reuss- und Seeufer an einigen Stellen immer noch überschwemmt seine, würden die Schutzmassnahmen aufrechterhalten, teilte die Stadt Luzern am Sonntagmittag mit.

Voraussichtlich bis Montag um 6 Uhr bleiben die seit Freitag gesperrten Fussgängerbrücken in der Stadt unzugänglich. Aufgrund des prognostizierten schönen Wetters gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass im Verlauf des Dienstags mit dem weiteren Abbau der Schutzmassnahmen begonnen werden kann. Zuerst sollen dann die Schlauchdämme entfernt werden. Laufe alles nach Plan, würden ab Donnerstag die Schutzbauten entlang der Reuss abgebaut.

Noch immer gesperrt wegen Hochwassers sind in Luzern die Autobahneinfahrt am Kasernenplatz und die Haldenstrasse. Wann sie für den Verkehr geöffnet werden können, sei noch offen, heisst es.

Die Gemeinde Stansstad in Nidwalden teilte am Sonntag auf ihrer Internetseite mit, dass der Seestand in der Nacht weiter gesunken sei und sich die allgemeine Hochwasserlage weiter entspanne. Nach wie vor angespannt aber unter Kontrolle ist in Stansstad die Abwassersituation.

Die Einsatzkräfte planten langsam den Rückbau der Massnahmen, um die Gemeinde in die ordentliche Lage zurückführen zu können.

Stansstad gehörte zu den Uferdörfern, die mit dem hohen Pegel des Vierwaldstättersees zu kämpfen hatten. Dort setzte der See den Dorfplatz unter Wasser, die Einsatzkräfte errichteten Holzstege.

Auch der Kanton Obwalden meldete am Sonntag, dass die Gefahr durch Hochwasser zurückgehe. Der Pegel des Sarnersees hatte am Freitag seinen Höchststand erreicht und sinkt seither stetig. Die Stauseen Lungerersee, Melchsee und Tannensee konnten zudem abgesenkt werden. Zurück geht auch der Pegel der Sarneraa. Bislang kam es im Kanton Obwalden zu keinen grösseren Hangrutschungen.

Auch der Kanton Zug meldete am Sonntagabend eine gewisse Entspannung der Hochwassersituation: Die Gefahr von Überschwemmungen bei der Reussebene werde mittlerweile als gering eingestuft, hiess es. Auch der Reussdamm in Hünenberg sei unter Kontrolle.

Trotz der Verbesserung der Lage empfehle der kantonale Führungsstab aber weiterhin, sich nicht im Bereich von Gewässern aufzuhalten. Vor allem Flüsse und Bäche könnten schnell gefährlich werden. Und weil der Boden immer noch stark durchnässt sei und es zu Hangrutschen kommen könne, sollten Spaziergänge in exponierten Gebieten vermieden werden.

(sda)


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