Hoffnungen für Fasnachtsumzüge in der Stadt Luzern gedämpft


News Redaktion
Regional / 26.11.21 15:45

Der Kanton Luzern hat den Fasnachtsorganisationen mitgeteilt, dass Umzüge aufgrund der Bestimmungen des Bundes derzeit nicht bewilligt würden. Grund dafür sei, dass der Zugang nicht eingeschränkt werden könne.

Fasnachtsumzüge in der Stadt Luzern würden Stand heute nicht bewilligt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Fasnachtsumzüge in der Stadt Luzern würden Stand heute nicht bewilligt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Vertreter der Fasnachtsorganisationen und der Behörden trafen sich am Mittwoch zu einen Austausch. Dabei habe der Kanton festgehalten, dass der Bund für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen eine Zugangsbeschränkung auf Personen mit Covid-Zertifikat vorschreibe, teilte das Luzerner Gesundheitsdepartement am Freitag auf Anfrage mit.

Weil dies bei den Fasnachtsumzügen in der Stadt Luzern nicht möglich sei, könnten diese, wie auch Stadtfeste, gestützt auf die aktuellen Vorgaben der Covid-19-Verordnung nicht bewilligt werden. Grossveranstaltungen müssen ein Schutzkonzept vorlegen, das von der Dienststelle Gesundheit und Sport genehmigt werden muss.

Der Kanton weist darauf hin, dass man nicht voraussagen könne, wie sich die epidemiologische Lage entwickle. Die Fasnacht 2022 beginnt in Luzern mit dem Schmutzigen Donnerstag am 24. Februar. Der Austausch mit den Fasnachtsorganisationen werde weitergeführt, auf deren Wunsch sei ein nächstes Treffen Ende Januar vorgesehen.

Das Lozärner Fasnachtskomitee (LFK) hatte zuletzt betont, man plane die beiden grossen Umzüge vom Schmutzigen Donnerstag und Güdismontag. Den Teilnehmenden solle eine Zertifikatspflicht auferlegt werden. Die Verantwortlichen verwiesen bei der Ankündigung Ende September auf den City Marathon, der in Luzern bewilligt worden war.

Sofern ein Vergleich zum Marathon überhaupt gezogen werden könne, sei darauf hinzuweisen, dass die Verordnung eine Ausnahme der Zugangsbeschränkung für Freiluftveranstaltungen im Sportbereich explizit vorsehe, hielt der Kanton fest.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Experten: Rassismus gegen Afrika-Stämmige in der Schweiz verbreitet
Schweiz

Experten: Rassismus gegen Afrika-Stämmige in der Schweiz verbreitet

Rassistisches Verhalten gegenüber Menschen mit afrikanischen Wurzeln ist gemäss einer Uno-Expertengruppe in der Schweiz verbreitet - gerade auch bei Polizei und Justiz. Sie stützt sich auf Gespräche mit Betroffenen und Behörden in Zürich, Bern, Lausanne und Genf.

Keine Gesetzesänderung im Thurgau nach der Wahlfälschung
Schweiz

Keine Gesetzesänderung im Thurgau nach der Wahlfälschung

Als Folge der Wahlfälschung bei den Thurgauer Grossratswahlen von 2020 ist in einer parteiübergreifend eingereichten Motion eine Überarbeitung des Stimm- und Wahlgesetzes verlangt worden. Die Mehrheit des Grossen Rats lehnte den Vorstoss am Mittwochvormittag ab.

Corona-Regierungsgelder in Millionenhöhe in Südafrika veruntreut
International

Corona-Regierungsgelder in Millionenhöhe in Südafrika veruntreut

Dienstleister der Regierung haben in Südafrika im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Verträge in Millionenhöhe veruntreut. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag mit. Von mehr als 4500 untersuchten Verträgen hätten sich demnach 62 Prozent als regelwidrig erwiesen.

Gericht entscheidet über Auslieferung von Wikileaks-Gründer Assange
International

Gericht entscheidet über Auslieferung von Wikileaks-Gründer Assange

Im juristischen Tauziehen um den Wikileaks-Gründer Julian Assange soll sich am Montag entscheiden, ob der Rechtsstreit um seine Auslieferung in die USA in die nächste Instanz geht.