Horw steigert Gewinn auf 22,9 Millionen Franken


News Redaktion
Regional / 24.04.21 05:00

Überdurchschnittliche Dividendenausschüttungen von Unternehmen haben der Gemeinde Horw 2020 erneut einen satten Ertragsüberschuss eingebracht. Unter dem Strich blieben 22,89 Millionen Franken, für die Zukunft zeichnen sich aber negative Zahlen ab.

Am Finanzhimmel der Gemeinde Horw ziehen Wolken auf. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Am Finanzhimmel der Gemeinde Horw ziehen Wolken auf. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Bei einem Aufwand von 93 Millionen Franken stieg der Ertragsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr gar um 2,4 Millionen Franken, wie die Gemeinde am Samstag mitteilte. Budgetiert war ein Plus von 7,8 Millionen Franken. Das Geld soll vollumfänglich für den Schuldenabbau eingesetzt werden.

Die positiven Abschlüsse der letzten drei Jahre seien auf ausserordentliche Steuererträge zurückzuführen. Zu diesen wiederum sei es gekommen, weil Unternehmen überdurchschnittlich hohe Dividenden ausgeschüttet hätten. Grund dafür sei, dass der Kanton die Dividendenbesteuerung erhöhte, auch 2020 habe es deswegen noch Steuernachträge aus den Vorjahren gegeben.

Doch dieser Sondereffekt dürfte nun vorbei sein. Ab 2021 rechnet die Gemeinde damit, dass der Steuerertrag wieder auf das Niveau von 2017 sinken wird. Das wirkt sich gleich doppelt negativ aus, zumal Horw wegen dieser hohen Steuererträge in den Jahren 2021 bis 2025 mehr in den kantonalen Finanzausgleich einzahlen müsse.

Der mehrjährige Finanzplan sehe deshalb in den kommenden Jahren defizitäre Jahresergebnisse vor. Zusätzlich belaste die Aufgaben- und Finanzreform AFR18 den Gemeindehaushalt. Immerhin bleibe die Nettoverschuldung dank des nochmaligen guten Abschlusses bis 2026 unter dem festgelegten Grenzwert.

In einer Finanzstrategie hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr vier Szenarien für diesen Zeitraum ausgearbeitet. Damals hiess es, in zwei Fällen müsste der Steuerfuss von 1,45 Einheiten 2022 oder 2024 erhöht werden.

Die Coronapandemie wirkte sich derweil gering auf die Horwer Rechnung aus. Die ordentlichen Mehrkosten beliefen sich auf 249692 Franken. Noch nicht bezifferbar seien allfällige zukünftige Steuerausfälle infolge der Krise.

Die Nettoinvestitionen betrugen 11,6 Millionen Franken. Grössere Beiträge flossen hier etwa in den Erwerb eines Stockwerkeigentums für den Spitex-Stützpunkt sowie die Sanierung der Villa Krämerstein.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Emirates macht wegen Corona-Krise Milliarden-Verluste
Wirtschaft

Emirates macht wegen Corona-Krise Milliarden-Verluste

Die Fluggesellschaft Emirates hat wegen der Corona-Krise erstmals in mehr als 30 Jahren Verluste gemacht. Die staatliche Airline aus dem Emirat Dubai schloss das vergangene Jahr mit einem Minus von 5,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Mrd Euro) ab.

BAG meldet nur noch 243 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden
Schweiz

BAG meldet nur noch 243 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 243 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 Spitaleintritte und 2 neue Tote.

Sanierung St. Galler Stadtautobahn: Staus möglichst verhindern
Schweiz

Sanierung St. Galler Stadtautobahn: Staus möglichst verhindern

In St. Gallen hat das Bundesamt für Strassen (Astra) mit den Hauptarbeiten für die Instandsetzung der Stadtautobahn begonnen. Nun startet dazu eine begleitende Informationskampagne. Die Sanierung dauert voraussichtlich bis 2027.

Corona-Zahlen in Indien gehen weiter zurück
International

Corona-Zahlen in Indien gehen weiter zurück

In Indien gehen die Corona-Zahlen weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem südasiatischen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern etwa 70 000 neue Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet, die niedrigste Zahl seit Anfang April.