Ilanzer Gemeindepräsidentin soll für die Mitte in die Regierung


Roman Spirig
Schweiz / 25.10.21 11:41

Carmelia Maissen, Gemeindepräsidentin von Ilanz, soll für die Mitte den Sitz des ausscheidenden Mario Cavigelli (ehemals CVP) in der Bündner Regierung verteidigen. Maissen wurde am Montag von der Mitte-Geschäftsleitung portiert.

Ilanzer Gemeindepräsidentin soll für die Mitte in die Regierung (Foto: KEYSTONE /  / )
Ilanzer Gemeindepräsidentin soll für die Mitte in die Regierung

Ihre Kandidatur muss noch von der Nominationsversammlung bestätigt werden, wie die Partei mitteilte. Diese findet in der ersten Dezemberhälfte statt.

Die Parteileitung der Mitte Graubünden hatte bereits vor zwei Wochen eine Frauenkandidatur angekündigt. Sie forderte die Regional-, Kreis- und Ortsparteien auf, ihr mögliche Frauenkandidaturen zu melden. Nun hat sich die Geschäftsleitung entschieden, den Delegierten die Kandidatur von Carmelia Maissen vorzuschlagen.

Die ETH-Architektin mit Jahrgang 1977 steht in der Surselva seit 2018 der Gemeinde Ilanz als Präsidentin vor. Unter ihrer Führung sei es gelungen, die schwierige Finanzsituation von Ilanz nach der Gemeindefusion zu konsolidieren und die Totalrevision der Ortsplanung durchzusetzen, schrieb die Parteileitung in der Mitteilung. Ebenfalls seit 2018 sitzt Maissen im Grossen Rat.

Seit der Fusion von CVP und BDP dominiert die Mitte mit drei Regierungsräten die fünfköpfige Bündner Regierung. Die amtierenden Mitte-Regierungsräte Marcus Caduff (ehemals CVP) und Jon Domenic Parolini (ehemals BDP) treten zur Wiederwahl an.

Maissen ist bisher die einzige Frau, die bei den Gesamterneuerungswahlen vom 15. Mai 2022 in die Regierung gewählt werden könnte. Bei der SP stellt sich Regierungsrat Peter Peyer zur Wiederwahl.

Für die FDP, deren Regierungsrat Christian Rathgeb wie Mitte-Mann Cavigelli ebenfalls wegen Amtszeitbeschränkung ausscheidet, soll Martin Bühler die Kastanien aus dem Feuer holen. Bühler hat sich als Leiter des kantonalen Führungsstabs bei der Bewältigung der Corona-Pandemie einen Namen weit über die Kantonsgrenzen gemacht.

Neu in die Regierung will die SVP. Die Delegierten haben Parteipräsidenten Roman Hug einstimmig als Kandidaten nominiert.

(sda)


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