Im alten Gemeindehaus in Malters sollen nun doch Studierende wohnen


News Redaktion
Regional / 04.06.20 14:13

Dritter Anlauf für neues Leben im alten Gemeindehaus von Malters: Eine Investorengruppe will dort im Sinne einer Zwischennutzung Zimmer für Studierende realisieren und hat sich mit der Gemeinde auf eine Nutzungsdauer von 15 Jahren geeinigt.

Das alte Gemeindehaus beim Bahnhof in Malters soll für studentisches Wohnen umgenutzt werden. (FOTO: Gemeinde Malters)
Das alte Gemeindehaus beim Bahnhof in Malters soll für studentisches Wohnen umgenutzt werden. (FOTO: Gemeinde Malters)

Seit gut zwei Jahren steht das alte Gemeindehaus beim Bahnhof Malters leer. Die Gemeinde hat für die Liegenschaft aktuell keinen Bedarf und strebte eine Zwischennutzung an. Weil sich eine Suche nach Interessenten als schwierig erwies, erwog der Gemeinderat schon zweimal einen Abriss.

Wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte, hätten sich nach der letzten Ankündigung zwei Investorengruppen gemeldet. Diese wollen ein Konzept für studentisches Wohnen, wie es bereits zuvor verworfen worden war, realisieren.

Der Gemeinderat habe sich für das Projekt einer Gruppe dreier einheimischer Investoren entschieden. Sie werden die bestehenden Büros in elf Einzelzimmer mit Nasszelle für Studieren umbauen sowie eine Wohnung und vier Gewerberäume erstellen.

Während der Semesterferien werden die Räume auch tageweise vermietet und unter dem Namen Lodge6102 vermarktet. Geplant sind Investitionen in der Höhe von rund 500000 Franken, wie es bei der Gemeinde auf Anfrage hiess. Sie muss sich weder an diesen noch am Unterhalt beteiligen.

Ausschlaggebend für die Wahl des Konzepts sei auch gewesen, dass die Investoren eine Mietdauer von 15 Jahren akzeptiert hätten, während das andere Projekt eine Laufzeit von 30 Jahren angestrebt habe. Die Gemeinde erhält während dieser Zeit einen Mietzins und kann den Vertrag auch vorzeitig künden, müsste sich dann aber an Abschreibungen beteiligen.

Zurzeit wird das Baubewilligungsverfahren vorbereitet. Die Umbauarbeiten sollen bis Ende Jahr abgeschlossen sein, sodass das Haus ab 2021 den Betrieb aufnehmen kann.

(sda)


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