"Im Final das wahre Gesicht gezeigt"


Christian Zweifel
Sport / 20.04.19 22:52

"We are the Champions" dröhnte um 22.11 Uhr durch die Berner Arena. Die Freude bei den Bernern kannte keine Grenzen.

Im Final das wahre Gesicht gezeigt (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Im Final das wahre Gesicht gezeigt (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Nur einer blieb cool: Verteidiger Eric-Ray Blum, der in der 39. Minute das meisterschaftsentscheidende 2:1 gegen die starken Zuger erzielte. Für Blum war es das erste Playoff-Goal. Blums Kommentar: "Ja, das ist eine schöne Story!"

Die meisten Berner reagierten euphorischer und ausgelassener. Beat Gerber, der vor 15 Jahren aus dem Emmental zum SC Bern stiess und zum sechsten Mal mit den Bernern Meister wurde, wünschte sich so schnell wie möglich "Ballermann-Musigg" und "Ballermann-Stimmung".

Gerbers Rückblick auf die Playoffs: "Gegen Servette begannen wir schlecht, kämpften uns aber zurück. In Biel standen wir mit dem Rücken zur Wand, dann gewannen wir dort 1:0 und kamen wieder weiter. Im Final zeigten wir dann unser wahres Gesicht. Wenn man am Schluss Meister wird, hat man sicher viel richtig gemacht."

Dabei stand Bern oft in der Kritik - oder zumindest Trainer Kari Jalonen, dem ein zu defensives, zu wenig attraktives Spiel attestiert wurde. Aber Jalonen behielt mit dem zweiten Titelgewinn in drei Jahren am Ende Recht: "Die Playoffs verliefen für uns unglaublich. Die vielen Rückstände in den Serien. Die dritte Overtime gegen Genf, in der wir drei Spieler verloren. Die endgültige Wende gelang uns wohl beim Sieg in Biel. Ich bin riesig stolz auf diese Spieler: Sie haben es gerissen!"

Tränen gab es bei den Verlierern. Captain Raphael Diaz stellte aber fest, dass "wir uns nicht viel vorwerfen müssen". Der einzige Vorwurf, den man aber gelten lassen müsse, sei die Ineffizienz gewesen. "Wir kämpfen bis zuletzt mit Herzblut, auch im fünften Spiel in Bern nochmals. Aber irgendwann müsste dann halt einer rein, wenn wir so drückend überlegen sind wie im Schlussabschnitt in Bern." Kann Diaz dem Final auch etwas Positives abringen? Diaz: "Wenn du verlierst, dann ist zuerst alles negativ. Ein bisschen Glück bräuchte man schon - das fehlte uns. Und das ist bitter!"

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Spanien lässt Touristen erst im Juli ins Land - Demonstrationen
International

Spanien lässt Touristen erst im Juli ins Land - Demonstrationen

Der Coronavirus-Hotspot Spanien will erst im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen - "unter sicheren Bedingungen", wie Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation sagte.

Stadt Luzern will ökologischere Kunstrasenfelder
Regional

Stadt Luzern will ökologischere Kunstrasenfelder

Die Stadt Luzern will bei der Sanierung ihrer Kunstrasenfelder künftig auf die herkömmlichen Systeme mit Granulat verzichten. Diese seien nicht ökologisch. Weil Alternativen aber teurer sind, beantragt der Stadtrat einen Nachtragskredit von 100'000 Franken.

Italien will Ski-WM um ein Jahr verschieben
Sport

Italien will Ski-WM um ein Jahr verschieben

Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wird voraussichtlich ein Jahr später stattfinden als geplant.

Bell BBQ Single Masters –<br>Burger Challenge 2020

Bell BBQ Single Masters –
Burger Challenge 2020

Grillchefs aufgepasst - jetzt kommt die Burger Challenge 2020! Mach mit an der grossen Burger Challenge und schick uns ein Foto oder ein kurzes Video deines schönsten, kreativsten, leckersten Burgers vom Grill.