Im Zweifelsfall läuft das Spiel weiter


Roman Spirig
Sport / 12.06.18 23:53

Die Schiedsrichter-Assistenten an der WM in Russland werden von den Verantwortlichen der FIFA angehalten, im Zweifelsfall das Spiel weiterlaufen zu lassen, damit keine Torchance möglicherweise fälschlich abgepfiffen wird. "Wenn ein Unparteiischer nicht unterbricht, dann nicht, weil er Angst hat, einen Fehler zu machen, sondern weil er die Anweisung hat", sagte Pierluigi Collina, der Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission.

Im Zweifelsfall läuft das Spiel weiter, auch bei Neymar  (Foto: KEYSTONE / AP / Andre Penner)
Im Zweifelsfall läuft das Spiel weiter, auch bei Neymar (Foto: KEYSTONE / AP / Andre Penner)

Nach einer Testphase in mehreren nationalen Ligen kommt der Videobeweis nun auch offiziell bei der WM zum Einsatz. Durch die Überprüfungen könnte sich dabei auch die Nachspielzeit verlängern. "Wer werden uns alle Zeit nehmen, um zu überprüfen, ob es zum Beispiel eine klare Rote Karte war", sagte Massimo Busacca, der Chef der FIFA-Schiedsrichterabteilung. "Wir können sogar zehn Minuten lang das Video anschauen, um zu erkennen, was genau passiert ist."

Der langjährige Schweizer Spitzenschiedsrichter bat vor Beginn des Turniers um Nachsicht, sollte zu Beginn des Turniers nicht alles reibungslos funktionieren. "Keine Mannschaft, die an die WM kommt, ist perfekt. Wir auch nicht. Wir wissen, dass wir uns noch verbessern müssen", so der Tessiner. Laut Busacca sollen die umstrittenen Entscheide auf den Grossleinwänden im Stadion gezeigt werden, damit sich die Zuschauer ihre eigene Meinung bilden können.

(sda)


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