Immer mehr Stand-Up-Paddling-Unfälle


Roman Spirig
Regional / 06.08.19 09:01

Stand Up Paddling ist nicht so einfach wie es aussieht, und es birgt eine erhebliche Unfallgefahr. Die Suva ruft deswegen dazu auf, nur mit der richtigen Ausrüstung und den nötigen Sicherheitsvorkehrungen aufs Brett zu stehen.

Immer mehr Stand-Up-Paddling-Unfälle (Foto: KEYSTONE / EPA / ANATOLY MALTSEV)
Immer mehr Stand-Up-Paddling-Unfälle (Foto: KEYSTONE / EPA / ANATOLY MALTSEV)

Stand Up Paddling hat immer mehr Anhänger. So harmlos, wie das ruhige Gleiten übers Wasser aussehe, sei die Trendsportart aber nicht, teilte die Suva am Dienstag mit. Das Stehpaddeln sehe auf den ersten Blick einfach aus, verlange aber Können.

Die Unfallversicherer registrieren pro Jahr rund 500 Unfälle, die beim Stand Up Paddling passieren. Seit dem Einsetzen des Booms 2015 habe die Zahl der Unfälle um rund 50 Prozent zugenommen, teilte die Suva mit.

Gefahren gibt es offenbar viele. Die Stehpaddler verlieren das Gleichgewicht, prallen aufs Brett, verletzten sich mit dem Paddel selbst oder unter Wasser an spitzen Steinen. Die Folgen sind Verrenkungen, Verstauchungen, Zerrungen, offene Wunden an den Füssen, aber auch Verletzungen an den Händen, am Gesicht, an den Zähnen oder am Gesäss.

Die richtige Ausrüstung sowie Sicherheitsvorkehrungen verminderten das Unfallrisiko, schreibt die Suva. Die Leine, mit der das Brett am Paddler befestigt wird, sollte so lang sein, dass das Board den stürzenden Paddler nicht trifft.

Damit sie in einem stark fliessenden Gewässer wenn nötig gelöst werden kann, sollte sie um den Bauch und nicht am Fuss befestigt sein. Pflicht ist in der Schweiz das Mitführen einer Schwimmhilfe, sobald man sich mehr als 300 Meter vom Ufer entfernt. Das Tragen wird empfohlen. Empfohlen wird ferner ein Hitze- und Kälteschutz.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Trump macht beim Thema 5G-Mobilfunknetzwerke Druck auf Indien
International

Trump macht beim Thema 5G-Mobilfunknetzwerke Druck auf Indien

US-Präsident Donald Trump hat Indien beim Aufbau der Mobilfunknetzwerke der nächsten Generation zu grosser Vorsicht gemahnt. Die 5G-Technologie müsse ein Werkzeug für "Freiheit und Wohlstand" werden, nicht eines für "Unterdrückung und Zensur", sagte Trump am Dienstag.

Nationalfonds stellt Millionen für Coronavirus-Forschung bereit
Schweiz

Nationalfonds stellt Millionen für Coronavirus-Forschung bereit

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) stellt mehrere Millionen Franken für die Forschung rund um das Coronavirus bereit. Forscher aller Disziplinen sind aufgefordert, sich zu melden. Es ist das erste Mal, dass der Nationalfonds Mittel für Notfälle bereitstellt.

Schweizer Aufsicht nickt Notfallpläne von Credit Suisse und UBS ab
Wirtschaft

Schweizer Aufsicht nickt Notfallpläne von Credit Suisse und UBS ab

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Stabilisierungs- und Abwicklungspläne der systemrelevanten Banken in der Schweiz überprüft. Dabei gelangt sie zu einem gespaltenen Urteil.

Abschied von Basketball-Superstar Kobe Bryant
International

Abschied von Basketball-Superstar Kobe Bryant

Knapp einen Monat nach dem Tod von Kobe Bryant haben Tausende Menschen bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung Abschied von dem Basketball-Superstar und von dessen Tochter Gianna genommen.