Immobilienmarkt zeigt laut Studie erste Reaktion auf Zinswende


News Redaktion
Wirtschaft / 13.01.23 08:36

Am Schweizer Immobilienmarkt gibt es laut einer Studie erste Anzeichen für eine Reaktion auf die Zinswende. In den Daten zum vierten Quartal zeigt sich dieser Trend zwar noch nicht, aktuelle Daten legen aber wohl erste Preiskorrekturen nahe.

Die Preise für Mehrfamilienhäuser könnten nach unten korrigieren. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Preise für Mehrfamilienhäuser könnten nach unten korrigieren. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Es sei gerade in den letzten Wochen bei Mehrfamilienhäusern eine rückläufige Zahlungsbereitschaft zu erkennen, schrieb das Immobilienberatungsunternehmen IAZI in einer Studie vom Donnerstagabend. Damit sei der Zenit in diesem Segment wohl überschritten. In geringem Mass treffe dies auch auf den Handel mit Stockwerkeigentum zu.

Bei Einfamilienhäusern bleibe die Nachfrage indes weiter robust und man müsse wohl für ein eigenes Haus auch in den kommenden Quartalen erneut tiefer in die Tasche greifen.

Der Markt reagiere derzeit auf die höheren Zinsen, erklärte IAZI: "Insofern entspricht die zu erwartende Preiskorrektur bei Mehrfamilienhäusern keinem Crash, sondern einer Rückkehr zum Normalzustand", schrieb IAZI-Chef Donato Scognamiglio.

Für die begehrten Renditeobjekte sei in den Zeiten negativer Zinsen fast jeder Preis bezahlt worden. Nun mit positiven Leitzinsen müssten sich Immobilien wieder vermehrt gegen andere Anlagemöglichkeiten behaupten, erklärte IAZI.

Der SWX IAZI Private Real Estate Index zeigte für das vierte Quartal noch unbeeindruckt nach oben und stieg für Wohneigentum um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zu diesem Preisanstieg hätten sowohl die Einfamilienhäuser als auch die Eigentumswohnungen in etwa gleichem Ausmass beigetragen. Über das gesamte Jahr 2022 hinweg wurden für Eigenheime insgesamt 5,0 Prozent höhere Preise bezahlt.

Das gleiche Bild zeigt der Index für die Preisentwicklung von Mehrfamilienhäusern. Hier legten die Preise im vierten Quartal um 1,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal zu. Auf Jahressicht lag der Zuwachs bei 5,6 Prozent.

(sda)


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