Implenia steigert Halbjahresgewinn mehr als erwartet


News Redaktion
Wirtschaft / 17.08.22 06:57

Implenia hat im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung gemacht. Trotz einem Umsatzrückgang konnte der grösste Baukonzern der Schweiz den Betriebsgewinn mehr als verdoppeln. Der Reingewinn wurde gar verdreifacht.

Implenia hat in der ersten Jahreshälfte weiter von einer starken Baunachfrage profitiert. (Archiv) (FOTO: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)
Implenia hat in der ersten Jahreshälfte weiter von einer starken Baunachfrage profitiert. (Archiv) (FOTO: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

Zwar sank der Umsatz von Januar bis Juni um 6,2 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken, wie Implenia am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Der ausgewiesene Betriebsgewinn (EBIT) kletterte aber auf 95,1 Millionen Franken von lediglich 40,0 Millionen Franken im Vorjahr.

Unter dem Strich konnte Implenia den Reingewinn auf 64,0 Millionen Franken verbessern, nachdem im Vorjahressemester 22,4 Millionen Franken erreicht worden waren.

Damit hat Implenia überraschend viel Gewinn eingefahren: Der Baukonzern hatte Ende Juni zwar eine positive Gewinnwarnung herausgegeben, weil die Geschäfte besser laufen würden als erwartet. Darin hatte es aber lediglich geheissen, dass Implenia im ersten Halbjahr eine operative Leistung von mindestens 80 Millionen Franken erreichen werde. Mit 93,9 Millionen (bei Einmaleffekten von 1,1 Mio) wurde dieses Ziel nun deutlich übertroffen.

Auch die Finanzgemeinde hatte nicht so viel erwartet. Selbst die optimistischsten Analysten hatten weniger EBIT und Reingewinn auf dem Zettel. Nur beim Umsatz hat Implenia die Schätzungen der Experten verfehlt.

Nun steckt Implenia die Ziele höher: Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der Konzern neu einen EBIT von über 130 Millionen Franken. Dabei würden keine Einmaleffekte aus der Transformation mehr anfallen, die nun abgeschlossen sei. Bisher hatte Implenia einen EBIT von über 120 Millionen Franken angepeilt.

"Das Marktwachstum wird durch die wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Konflikts, der gestiegenen Preise für Baumaterial und Energie sowie der Inflation jedoch etwas gedämpft", heisst es in der Mitteilung.

(sda)


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