In Zürich zeichnet sich ein Ja zum Fussballstadion ab


News Redaktion
Schweiz / 27.09.20 16:45

Zürich erhält voraussichtlich doch noch ein reines Fussballstadion: Die Stadtzürcher Stimmberechtigten sagen gemäss bisheriger Auszählung Ja zum Hardturmstadion. Nach der Auszählung von 6 von 9 Wahlkreisen in der Stadt liegt der Ja-Stimmenanteil bei rund 60 Prozent.

FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und GC-Vizepräsident Andras Gurovits in Champagnerlaune nach dem Abstimmungssieg. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und GC-Vizepräsident Andras Gurovits in Champagnerlaune nach dem Abstimmungssieg. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Aufatmen bei den beiden Stadtzürcher Fussballclubs FC Zürich und Grasshopper Club: Ihr gemeinsames Fussballstadion auf dem Areal des früheren Hardturm-Stadions kann gebaut werden.

Die Stadiongegner wollen sich aber noch nicht ganz geschlagen geben. Ob das heute an der Urne angenommene Bauprojekt gebaut werden kann, bleibt fraglich, schreibt die IG Freiräume in einer Stellungnahme zum Abstimmungsergebnis.

Es sei unklar, ob das Projekt den geltenden Lärmvorschriften und der veränderten Gerichtspraxis genüge. Es ist also gut möglich, dass die IG nun auf dem Rechtsweg gegen das Stadion kämpft.

Bei den beiden Fussballclubs hingegen herrschte nach dem Abstimmungserfolg Optimismus: GC appellierte in einer Mitteilung an die Fairness der unterlegenen Gegner, dem Projekt nun nicht weitere Steine in den Weg zu legen.

Hocherfreut über das Abstimmungsergebnis möchte ich mich an dieser Stelle herzlich beim Stimmvolk für die erneute Unterstützung bedanken, wird FCZ-Präsident Ancillo Canepa in einer Mitteilung zitiert. Es war bereits das vierte Mal, dass die Zürcherinnen und Zürcher über das Stadion abstimmen mussten.

Ende 2018 sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten mit 53,8 Prozent ein erstes Mal Ja zu diesem Stadionprojekt. In der damaligen Vorlage ging es um das Baurecht und die finanziellen Beziehungen zwischen der Stadt und den privaten Investoren geregelt wurde.

Daraufhin wurde der für die Realisierung nötige Gestaltungsplan ausgearbeitet. Gegen diesen haben Stadiongegner das Referendum ergriffen. Sie kritisierten, dass das Projekt mit den beiden Hochhäusern nicht ins Stadtbild passe, und dass die weitgehende Versiegelung des Areals schlecht für die Umwelt sei.

Zum Projekt Ensemble gehören neben einem Stadion mit 18000 Plätzen auch Wohnungen und Gewerberäume. 174 Wohnungen werden im gemeinnützigen Wohnungsbau erstellt, 570 weitere in zwei Hochhäusern bauen die Anlagewerke der Credit Suisse.

(sda)


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