ING -Chef Ralph Hamers wird neuer UBS-CEO


News Redaktion
International / 20.02.20 01:07

An der Spitze der Grossbank UBS steht ein Wechsel an. Der Chef des niederländischen Geldhauses ING, Ralph Hamers, löst am 1. November Sergio Ermotti als Konzernleiter ab.

UBS-CEO Sergio Ermotti hat in der Nacht zum Donnertag seinen Rücktritt angekündigt. Ab dem 1. November wird der derzeitige ING-Chef Ralph Hamers die Position übernehmen. (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
UBS-CEO Sergio Ermotti hat in der Nacht zum Donnertag seinen Rücktritt angekündigt. Ab dem 1. November wird der derzeitige ING-Chef Ralph Hamers die Position übernehmen. (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Hamers soll ab dem 1. September 2020 als Mitglied der Konzernleitung zu UBS stossen, um einen reibungslosen Übergang in der Führung sicherzustellen, meldete Grossbank in der Nacht auf Donnerstag.

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber war der Zeitung Financial Times zufolge bereits vor Monaten an Hamers herangetreten - denn schon damals sei klar gewesen, dass Ermottis Vertrag nicht verlängert werde. Der 53-jährige Hamers ist laut UBS seit 1991 für den niederländischen Allfinanz-Dienstleister tätig und seit 2013 deren Chef.

Hamers verfügt über einen Master in Betriebsökonometrie und Operations Research der Tilburg Universität in den Niederlanden und ist Vorstand der Europäischen Bankengruppe, einer führenden europäischen Bankenvereinigung.

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber bezeichnete Ralph Hamers in der Medienmitteilung als den richtigen CEO, um unsere Bank durch die nächste Phase ihrer Entwicklung zu führen. Er sei ein erfahrener und sehr respektierter Branchenkenner mit einer ausgewiesenen Expertise in der digitalen Transformation.

Unter Hamers Führung habe sich ING Group einem fundamentalen Wandel ihres Betriebsmodells unterzogen und gelte heute als eines der besten Beispiele für digitale Innovation im Bankensektor. Er sei vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Wandels der gesamten Branche die richtige Wahl, um die UBS durch ihre anhaltende Transformation zu führen.

Die Nachfolgeregelung Ermottis war schon seit mehr als einem Jahr ein Thema in den Medien. Diverse Namen wurden herumgereicht - Hamers war nie dabei.

Als ein heisser Anwärter auf die Ermotti-Nachfolge galt früher etwa der damalige Investmentbank-Chef Andrea Orcel. Doch er verliess die UBS, um als Chef bei der spanischen Santander anzuheuern, was allerdings scheiterte.

Vor einem Jahr las man, die UBS führe schon Gespräche mit Christian Meissner, dem ehemaligen Investmentbank-Chef der Bank of America. Iqbal Khan, dem neuen Co-Leiter der Vermögensverwaltung der UBS wurden hingegen vergleichsweise geringe Chancen eingeräumt, weil er erst seit relativ kurzer Zeit bei der Bank ist. Khan war erst im Oktober von der Konkurrentin CS zur UBS gewechselt.

Ermotti wurden zuletzt Ambitionen nachgesagt, auf den Posten des Verwaltungsratspräsidenten zu wechseln. Gemäss den internen Richtlinien der UBS darf Weber noch bis 2022 VRP bleiben.

UBS-Chef Sergio Ermotti hatte in der Nacht zum Donnerstag seinen Rücktritt angekündigt. Nach beinahe einem Jahrzehnt als CEO der UBS sei es für ihn Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen.

In der UBS-Medienmitteilung dankte der Verwaltungsrat Sergio Ermotti für seinen ausserordentlichen Einsatz und Beitrag, den er über die vergangenen neun Jahre, in denen er als CEO tätig war, zum Erfolg der Bank geleistet hat.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Stadt Zürich fördert aktuelle Musik und unterstützt Musikklubs
Schweiz

Stadt Zürich fördert aktuelle Musik und unterstützt Musikklubs

Die Stadt Zürich will aktuelle Musik unterstützen und lanciert ein neues Förderinstrument. Profitieren können Liveclubs und Lokale, die die Mehrheit ihrer Konzerte selbst veranstalten. Zur Verfügung dafür stehen maximal 300'000 Franken.

Das abrupte Ende für den Spätzünder
Sport

Das abrupte Ende für den Spätzünder

Clay Regazzoni ist einer der charismatischsten Autorennfahrer der Siebzigerjahre. Heute vor 40 Jahren endet die Formel-1-Karriere des Spätberufenen auf tragische Weise.

Keine grösseren Sportveranstaltungen in China
Sport

Keine grösseren Sportveranstaltungen in China

In China sind zur Verhinderung einer zweiten Corona-Ansteckungswelle bis auf weiteres sämtliche Sportveranstaltungen mit grösseren Menschenmengen untersagt.

Obama kritisiert in Coronavirus-Krise kaum verhohlen Trump
International

Obama kritisiert in Coronavirus-Krise kaum verhohlen Trump

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinen Nachfolger Donald Trump wegen der Coronavirus-Pandemie kaum verhohlen kritisiert - und gleichzeitig dessen Klimapolitik ins Visier genommen.