Inhaftierter US-Journalist in Myanmar vor Gericht


News Redaktion
International / 18.06.21 09:41

Im Krisenland Myanmar ist ein vor mehr als drei Wochen inhaftierter US-Journalist erstmals vor Gericht erschienen.

HANDOUT - Dieses Foto zeigt den in Myanmar inhaftierten Danny Fenster, US-Journalist, im September 2019 in Krakau, Polen. Der vor mehr als drei Wochen inhaftierte US-Journalist steht erstmals vor Gericht. Foto: Byron Fenster/Byron Fenster/AP/dpa (FOTO: Keystone/Byron Fenster/AP/Byron Fenster)
HANDOUT - Dieses Foto zeigt den in Myanmar inhaftierten Danny Fenster, US-Journalist, im September 2019 in Krakau, Polen. Der vor mehr als drei Wochen inhaftierte US-Journalist steht erstmals vor Gericht. Foto: Byron Fenster/Byron Fenster/AP/dpa (FOTO: Keystone/Byron Fenster/AP/Byron Fenster)

Danny Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins Frontier Myanmar, sitzt seit seiner Festnahme im berüchtigten Foltergefängnis Insein in der früheren Haupstadt Yangon. Er soll wegen des Paragrafen 505(a) des Strafgesetzbuchs angeklagt werden, sagte sein Chef Thomas Kean am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Der Paragraf, der seit dem Militärputsch von Anfang Februar häufig angewandt wird, um Journalisten, Politiker und Aktivisten vor Gericht zu bringen, verbietet laut Amnesty International die Verbreitung von Erklärungen und Berichten mit der Absicht, Angehörige der myanmarischen Streitkräfte zu einer Meuterei oder einer anderen Missachtung oder Unterlassung ihrer Pflichten zu veranlassen. Der 37-jährige Fenster riskiere drei Jahre Haft, sei jedoch noch nicht formell angeklagt worden, erklärte Kean.

Vertreter von Frontier Myanmar hätten keine Erlaubnis erhalten, an der Anhörung teilzunehmen. Wir versuchen noch immer, Informationen dazu zu bekommen, warum Danny festgenommen wurde und weiter in Haft bleiben muss, so Kean. Der nächste Gerichtstermin sei für den 1. Juli angesetzt worden, hiess es.

Fenster war am 24. Mai am Flughafen von Yangon festgenommen worden, als er zurück zu seiner Familie in die USA fliegen wollte. Seit dem Umsturz geht die Militärjunta hart gegen ihre Gegner vor. Mehr als 6100 Menschen wurden bereits festgenommen, darunter Dutzende Journalisten. Andere flohen aus dem Land. Jedoch galten ausländische Medienvertreter lange als relativ sicher.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Erste Spiele, erste Siege für Aarau und Thun
Sport

Erste Spiele, erste Siege für Aarau und Thun

Der FC Thun nimmt das Pensum der Challenge League mit einem 3:1-Auswärtssieg gegen Kriens auf.

Polizei tappt nach Verwüstungen auf Friedhof Appenzell im Dunkeln
Schweiz

Polizei tappt nach Verwüstungen auf Friedhof Appenzell im Dunkeln

Nach Verwüstungen von Gräbern auf dem Friedhof von Appenzell Anfang Mai hat die Polizei die Täterschaft bislang nicht ausfindig machen können. Sie hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung und bittet diese um Mithilfe.

Zürcher Obergericht senkt Gebühren für deutschen Neonazi
Schweiz

Zürcher Obergericht senkt Gebühren für deutschen Neonazi

Ein verurteilter deutscher Neonazi hat sich vor dem Zürcher Obergericht dagegen gewehrt, die ganzen Verfahrenskosten tragen zu müssen. Schliesslich sei er vom Bezirksgericht Hinwil teilweise freigesprochen worden. Das Obergericht hat ihm nun Recht gegeben. Er muss nun ein Viertel weniger zahlen.

Wieder keine Olympia-Medaille für Skifferin Gmelin
Sport

Wieder keine Olympia-Medaille für Skifferin Gmelin

Die Skifferin Jeannine Gmelin verpasst an den Olympischen Spielen in Tokio eine Medaille. Die Zürcher Oberländerin wird wie vor fünf Jahren in Rio de Janeiro Fünfte. Olympia-Gold geht nach Neuseeland.