Freiburger Standesstimme wird mit Chassot-Wahl rein weiblich


News Redaktion
Schweiz / 26.09.21 15:08

Die ehemalige Freiburger Staatsrätin (Mitte) und Direktorin des Bundesamtes für Kultur, Isabelle Chassot, ist am Sonntag in den Ständerat gewählt worden. Sie tritt die Nachfolge von Christian Levrat (SP) an.

Isabelle Chassot (Mitte) wird neue Freiburger Ständerätin. (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Isabelle Chassot (Mitte) wird neue Freiburger Ständerätin. (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Damit wird die Freiburger Standesstimme rein weiblich sowie bürgerlicher. Mit Chassot holt sich die Mitte den 2019 an die Freisinnige Johanna Gapany verlorenen Sitz zurück - jedoch auf Kosten der SP.

Chassot setzte sich am Sonntag mit 54695 Stimmen gegen SP-Kandidat Carl-Alex Ridoré (37591 Stimmen) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,83 Prozent. Die übrigen Parteien, allen voran die SVP, hatten auf eine Kandidatur für diese Ersatzwahl verzichtet.

Die neue Freiburger Ständerätin strahlte am Sonntag bei der Bekanntgabe des Ergebnisses in den Räumlichkeiten der Universität Freiburg. Sie hatte Ridoré um mehr als 22000 Stimmen distanziert.

Chassot galt schon vor der Wahl als Favoritin. Als ehemalige Bildungsdirektorin des Kantons Freiburg war sie einer breiten Bevölkerung bekannt. Nach ihrem Wechsel an die Spitze des Bundesamtes für Kultur kehrt Chassot nun wieder als Ständerätin in die Politik zurück.

Der 49-jährige Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks hatte sich vor allem dort einen Namen gemacht. Der Jurist mit haitianischen Wurzeln wird sich im November als Oberamtmann nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Er hat das Amt seit 2008 inne.

Der ehemalige SP-Parteipräsident Christian Levrat (SP) gibt sein Ständeratsmandat ab, da er als Verwaltungsratspräsident zur Post wechselt. Levrat hatte 18 Jahren unter der Bundeshauskuppel politisiert - zuerst im Nationalrat und ab 2012 im Ständerat. Dort war er Nachfolger des in den Bundesrat gewählten Alain Berset.

(sda)


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