Israel beschiesst nach Ballon-Angriffen Ziele im Gazastreifen


News Redaktion
International / 12.08.20 08:02

Israelisches Militär hat nach Angriffen mit Brand-Ballons aus dem Gazastreifen Ziele im Küstengebiet beschossen. Beim Angriff seien Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber und Panzer beteiligt gewesen. Ziele sind unterirdische Einrichtungen sowie Beobachtungsposten gewesen. Aus Sicherheitskreisen hiess es, es habe keine Verletzten gegeben.

Kerem Schalom. Nach anhaltenden Angriffen mit Brand-Ballons aus dem Gazastreifen hat Israel den einzigen Grenzübergang für Warenlieferungen in das Küstengebiet geschlossen. Foto: Ashraf Amra/APA Images via ZUMA Wire/dpa (FOTO: Keystone/APA Images via ZUMA Wire/Ashraf Amra)
Kerem Schalom. Nach anhaltenden Angriffen mit Brand-Ballons aus dem Gazastreifen hat Israel den einzigen Grenzübergang für Warenlieferungen in das Küstengebiet geschlossen. Foto: Ashraf Amra/APA Images via ZUMA Wire/dpa (FOTO: Keystone/APA Images via ZUMA Wire/Ashraf Amra)

Augenzeugen zufolge liessen Maskierte parallel zu den Angriffen erneut Brand-Ballons in Richtung Israels Süden aufsteigen.

Seit Beginn der Corona-Krise hatten militante Palästinenser weitgehend davon abgesehen, Ballons aus dem Gazastreifen in Richtung Israel fliegen zu lassen, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt waren. Zuletzt nahm dies aber wieder stark zu. Militante Palästinenser wollen so Schäden in Israel verursachen.

Israels Regierung hatte als Reaktion auf die Angriffe zu Wochenbeginn bereits den einzigen Grenzübergang für Warenlieferungen in das Küstengebiet geschlossen.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitserwägungen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Greta Thunberg freut sich über Stopp von Raffinerie-Ausbau
Wirtschaft

Greta Thunberg freut sich über Stopp von Raffinerie-Ausbau

Schwedens grösster Mineralölkonzern Preem hat den geplanten Ausbau einer Grossraffinerie fallengelassen und dies mit rein wirtschaftlichen Aspekten begründet. Klimaaktivistin Greta Thunberg begrüsste den Schritt und sprach am Montag von einem riesigen Erfolg.

Wawrinka lässt Murray keine Chance
Sport

Wawrinka lässt Murray keine Chance

Stan Wawrinka meistert die vermeintlich hohe Starthürde am French Open souverän. Der Lausanner gewinnt das Duell der dreifachen Grand-Slam-Sieger gegen Andy Murray im Eilzugtempo 6:1, 6:3, 6:2.

Gastronomen in Paris verärgert über neue Corona-Regeln
International

Gastronomen in Paris verärgert über neue Corona-Regeln

Bei Pariser Gastronomen wächst der Ärger über die neuen Corona-Massnahmen. Das Schliessen von Bars ab 22 Uhr sei ungerechtfertigt, diskriminierend und kontraproduktiv, prangert der Hotel- und Gastroverband GNI an.

Bohrmaschine für Entlastungsstollen im Sarneraatal wird montiert
Regional

Bohrmaschine für Entlastungsstollen im Sarneraatal wird montiert

Ab Anfang 2021 wird im Sarneraatal im Kanton Obwalden der Hochwasserentlastungsstollen gebohrt. Am Montag ist der 88 Tonnen schwere Kopf der Bohrmaschine in die Baugrube gehievt worden.