Italien erhöht Corona-Finanzhilfen kurz vor Jahresende erneut


News Redaktion
International / 21.11.20 15:00

Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst. In dem Mittelmeerland gelten seit Anfang November in sogenannten Roten Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ausserdem ist dort ein Grossteil der Geschäfte zu. Das neue Not-Paket sieht auch Hilfen zu Unterstützung armer Bürger und zum Kauf von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit Covid-19 vor.

Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte hat ein Dekret für weitere Corona-Hilfen verabschiedet. Foto: Angelo Carconi/LaPresse via ZUMA Press/dpa (FOTO: Keystone/LaPresse via ZUMA Press/Angelo Carconi)
Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte hat ein Dekret für weitere Corona-Hilfen verabschiedet. Foto: Angelo Carconi/LaPresse via ZUMA Press/dpa (FOTO: Keystone/LaPresse via ZUMA Press/Angelo Carconi)

Die Mitte-Links-Regierung hatte in der zweiten Corona-Welle mehrfach ihre Hilfen aufgestockt. Dafür muss das ohnehin hoch verschuldete Land weitere Finanzmittel auftun. Ein Antrag auf eine erhöhte Etatabweichung in 2020 soll am Mittwoch im Parlament vorgelegt werden, hiess es.

Am Freitagabend hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach Angaben der Nachrichtenagentur Adnkronos eine Anordnung unterzeichnet, nach der die Region Abruzzen zur Roten Zone wird. Der Teil-Lockdown in dem Gebiet östlich von Rom solle am Sonntag in Kraft treten. Bisher sind bereits sechs Regionen und die Provinz Bozen-Südtirol solche Hochrisiko-Gebiete.

Die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land registrierten am Freitag mehr als 37 000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Der sogenannte R-Wert für die Geschwindigkeit der Virus-Weitergabe in der Bevölkerung sank inzwischen auf knapp 1,2. Experten werteten das als positives Signal im Anti-Corona-Kampf. Die Zahl zeigt an, wie viele Menschen eine mit dem Virus infizierte Person im Schnitt ansteckt. In Deutschland lag der R-Wert am Freitag etwas niedriger als in Italien bei knapp über 1.

(sda)


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