Japans Exporte und Importe im Dezember auf Rekordhoch


News Redaktion
Wirtschaft / 20.01.22 07:57

Japans Exporte sind dank starker Nachfrage nach Autos im Dezember auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Finanzministerium am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten meldete, legten die Ausfuhren der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt im zehnten Monat in Folge zu.

Vor allem dank steigenden Auto-Exporten sind die Ausfuhren aus Japan im Dezember auf ein Rekordhoch gestiegen. Im Bild für den Export bestimmte Autos am Hafen in Yokohama. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/FRANCK ROBICHON)
Vor allem dank steigenden Auto-Exporten sind die Ausfuhren aus Japan im Dezember auf ein Rekordhoch gestiegen. Im Bild für den Export bestimmte Autos am Hafen in Yokohama. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/FRANCK ROBICHON)

Konkret gingen sie um 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,9 Billionen Yen (rund 63 Mrd Franken) hoch. Auch die Importe zogen wegen hoher Energiepreise kräftig um 41,1 Prozent auf 8,5 Billionen Yen an. Die Handelsbilanz wies damit ein Defizit von 582,4 Mrd Yen aus.

Mit dem schwachen Yen hatten sich die Importpreise für Rohöl, Gas und Kohle, auf die das rohstoffarme Japan angewiesen ist, drastisch verteuert. Japans lebenswichtige Autoindustrie, die die Corona-Folgen und den globalen Chipmangel empfindlich zu spüren bekam, konnte die Exporte um 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ankurbeln.

Bezogen auf das Gesamtjahr 2021 verzeichnete Japan erstmals seit drei Jahren wieder ein Exportwachstum: Die Ausfuhren stiegen um 21,5 Prozent auf 83,1 Billionen Yen. Die Einfuhren legten ebenfalls erstmals seit drei Jahren zu, und zwar um 24,3 Prozent auf 84,6 Billionen Yen, wie das Finanzministerium mitteilte. Unterm Strich wies die Handelsbilanz damit ein Defizit von 1,5 Billionen Yen aus.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Sport

"Wir bleiben ruhig und sind unerschütterlich"

Das Schweizer Nationalteam spielt an der WM in Finnland heute Dienstag ab 11.20 Uhr gegen Deutschland um den Sieg in der Gruppe A. Zudem soll eine Rechnung beglichen werden.

Ukraine befürchtet nach Mariupols Fall neue russische Offensiven
International

Ukraine befürchtet nach Mariupols Fall neue russische Offensiven

Die Ukraine befürchtet nach dem Fall der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol massive neue russische Angriffe in anderen Teilen des Landes. Im Osten gab es am Sonntag schwere Gefechte. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Lage im Gebiet Donbass als "äusserst schwierig". Zugleich forderte er vom Westen noch strengere Sanktionen gegen Moskau. Der russische Krieg gegen das Nachbarland geht an diesem Dienstag bereits in den vierten Monat - ohne dass es Aussichten auf ein baldiges Ende gibt. Das Parlament in Kiew verlängerte das Kriegsrecht bis Ende August.

Luzern vereinfacht Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen
Regional

Luzern vereinfacht Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen

Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag entschieden, das Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen zu vereinfachen. Ob ein Meldeverfahren analog dem Meldeverfahren für Solaranlagen die richtige Lösung ist, wie dies ein entsprechender Vorstoss verlangt, soll noch näher geprüft werden.

Ukrainer stellen im ehemaligen
Schweiz

Ukrainer stellen im ehemaligen "Russland Haus" Kriegsbilder aus

Dort, wo während des Weltwirtschaftsforum üblicherweise Russinnen und Russen verkehren, werden in diesen Tagen Bilder aus dem Ukraine-Krieg gezeigt. Die "Victor Pinchuk Foundation" hat das "Russland Haus" zum "Russland Kriegsverbrechen-Haus" umbenannt.