Jedes sechste Elektrogerät vom Bund beanstandet


News Redaktion
Schweiz / 03.05.21 10:50

Jedes sechste Elektrogerät, das der Bund im vergangenen Jahr überprüft hat, wies Mängel auf. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (Esti) erliess 130 Verkaufsverbote sowie 13 Rückrufe und Sicherheitswarnungen.

Blick auf Elektro-Schrott in einer Recycling-Firma. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Blick auf Elektro-Schrott in einer Recycling-Firma. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die festgestellten Mängel bei elektrischen Erzeugnissen nahmen somit 2020 im Vergleich zum Vorjahr ab, wie den Esti-Angaben vom Montag zu entnehmen ist. 2019 waren noch 19 Prozent aller kontrollierten Elektrogeräte beanstandet worden.

Insgesamt wiesen 236 Produkte formelle oder technische Mängel auf, darunter sind 138 mit sicherheitstechnischen Mängeln, die zu Stromschlag, Verbrühung, Rauchbildung oder Brand führen können.

Von Verkaufsverboten betroffen waren vor allem Geräte zur Luft- und Oberflächendesinfektion, Ladegeräte, Akkus, Lampenfassungen, Reiseadapter und Geräte aus dem Bereich Campingausrüstung. Wiederum wurden auch zahlreiche elektrische Erzeugnisse mit unzulässigem ausländischem Steckern bemängelt.

Die Marktüberwachung durch das Esti wird schweizweit durchgeführt. Das Starkstrominspektorat überprüft dabei nach eigenen Angaben elektrische Erzeugnisse für Haushalt, Büro, Gewerbe und Industrie stichprobenweise auf ihre Konformität und Sicherheit.

Zu Vorsicht mahnt das Esti bei Online-Käufen von auffallend preisgünstigen elektrischen Geräten. Oft seien diese Geräte Nachahmer-Produkte mit ungenügenden Produkteprüfungen, die über eine längere Betriebsdauer unsicher werden können wegen elektrisch minderwertiger Bauteile und einer vereinfachten Bauweise.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

St. Galler Datenschutz: Keine heiklen Daten auf US-Servern
Schweiz

St. Galler Datenschutz: Keine heiklen Daten auf US-Servern

Die St. Galler Fachstelle für Datenschutz hat sich 2020 unter anderem mit den Folgen der Pandemie beschäftigt: Für Homeoffice oder Fernunterricht werden teilweise Programme eingesetzt, die nicht gesetzeskonform sind. Ein Dauerbrenner ist die Datenspeicherung auf US-Servern.

Coronaimpfstoff bringt Pfizer Milliardenumsatz extra
Wirtschaft

Coronaimpfstoff bringt Pfizer Milliardenumsatz extra

Der US-Pharmakonzern Pfizer hebt nach einem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Im ersten Quartal hatten die Amerikaner in hohem Masse von ihrer gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarkteten Corona-Impfung profitiert.

Unterbruch der SBB-Strecke zwischen Zürich und Lenzburg AG
Schweiz

Unterbruch der SBB-Strecke zwischen Zürich und Lenzburg AG

Auf der SBB-Strecke zwischen Zürich Hauptbahnhof und Lenzburg AG ist es am Mittwochmittag zu einem Totalunterbruch gekommen. Der Bahnverkehr zwischen Killwangen-Spreitenbach AG und Mägenwil wurde zeitweise eingestellt.

Mutter und ihre Neunlinge nach Geburt wohlauf
International

Mutter und ihre Neunlinge nach Geburt wohlauf

Nach der Neunlingsgeburt einer Frau aus Mali sind Mutter und Kinder trotz Komplikationen während der Entbindung wohlauf. Die Babys müssten aber noch bis zu drei Monate medizinisch versorgt werden, sagte ein Sprecher der Klinik in Casablanca, in dem die Frau entbunden hatte, am späten Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Es bestehe noch ein Risiko für die Kleinen.