Jens Stoltenberg: Müssen jeden Tag für die Demokratie kämpfen


News Redaktion
International / 22.07.21 12:43

Der frühere norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg hat am zehnten Jahrestag der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya auf den unverminderten Kampf für Werte einer offenen Gesellschaft hingewiesen.

Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär. Foto: Torstein Bøe (FOTO: Keystone/dpa/Torstein Bøe)
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär. Foto: Torstein Bøe (FOTO: Keystone/dpa/Torstein Bøe)

Vor zehn Jahren begegneten wir Hass mit Liebe. Aber Hass gibt es noch immer, sagte der heutige Nato-Generalsekretär am Donnerstag bei einem Gedenkgottesdienst im Dom von Oslo.

Dabei erinnerte Stoltenberg an andere aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven begangene Taten in Norwegen, aber auch an Terrorangriffe in Brüssel, Paris, New York, Kabul, Bagdad, Christchurch und anderen Orten auf der Welt. Wieder und wieder werden wir daran erinnert, dass Demokratie nicht ein für alle Mal gewonnen wird. Wir müssen jeden einzelnen Tag für sie kämpfen, sagte er. Die Terroristen können sich dazu entschliessen, Leben zu nehmen, aber wir bestimmen, dass sie uns die Demokratie, unsere freie und offene Gesellschaft, nicht nehmen dürfen.

Der Rechtsextremist Anders Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 mit einer Autobombe im Osloer Regierungsviertel und einem Massaker unter den Teilnehmern des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei auf Utøya insgesamt 77 Menschen getötet. Stoltenberg war zum Zeitpunkt der Breivik-Anschläge norwegischer Ministerpräsident gewesen. Seit 2014 ist er Generalsekretär der Nato.

(sda)


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