Johnson: Verhältnis zu USA ist "unzerstörbar"


News Redaktion
International / 11.06.21 09:54

Nach seinem ersten persönlichen Treffen mit US-Präsident Joe Biden hat der britische Premierminister Boris Johnson die Beziehung zu den USA als "unzerstörbar" beschrieben.

HANDOUT - Boris Johnson (r), Premierminister von Großbritannien, und Joe Biden, Präsident der USA, unterhalten sich bei einem gemeinsamen Treffen vor dem G7-Gipfel. Foto: Andrew Parsons (FOTO: Keystone//No 10 Downing Street/Xinhua/Andrew Parsons)
HANDOUT - Boris Johnson (r), Premierminister von Großbritannien, und Joe Biden, Präsident der USA, unterhalten sich bei einem gemeinsamen Treffen vor dem G7-Gipfel. Foto: Andrew Parsons (FOTO: Keystone//No 10 Downing Street/Xinhua/Andrew Parsons)

Den Begriff besondere Beziehung (special relationship) wolle er hingegen vermeiden, bestätigte Johnson in einem Interview mit der BBC, das am Freitag veröffentlicht wurde.

Die beiden Politiker hatten sich am Vortag des von Freitag bis Sonntag andauernden G7-Gipfels in Cornwall zu einem Gespräch unter vier Augen getroffen. Bislang hatten London und Washington bei ähnlichen Gelegenheiten stets die besondere Beziehung beschworen, die beide Länder verbinde. Einem Medienbericht zufolge findet Johnson jedoch, das lasse sein Land schwach und bedürftig erscheinen. Er will Grossbritannien bei der Konferenz der führenden westlichen Wirtschaftsmächte als starken, unabhängigen Akteur auf der Weltbühne präsentieren.

Vor dem Treffen war spekuliert worden, Biden könne den britischen Premier zur Beilegung des Streits mit der EU über die Ausgestaltung der Brexit-Regeln in Nordirland drängen. Der Präsident habe aber nichts Derartiges gesagt, betonte Johnson im BBC-Interview. Man habe eine hervorragende Unterhaltung gehabt.

Ob Johnson damit die Spekulationen über ein mit Spannung geladenes Verhältnis zu Biden endgültig aus dem Weg geräumt hat, darf bezweifelt werden. Eine gemeinsame Pressekonferenz gaben Johnson und Biden nach ihrem Treffen jedenfalls nicht. Darauf hatten selbst deren Vorgänger, die frühere Premierministerin Theresa May und Ex-US-Präsident Donald Trump, trotz erheblicher Verstimmungen nicht verzichtet.

(sda)


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