Kampf gegen Inflation: Argentiniens Regierung will Preise festlegen


News Redaktion
Wirtschaft / 09.08.22 20:55

Im Kampf gegen die hohe Inflation will die argentinische Regierung vorübergehend die Preise und Löhne einfrieren. Mit 64 Prozent leidet Argentinien unter einer der höchsten Inflationsraten der Welt.

Argentiniens Präsident Alberto  Fernández hat Unternehmer und Gewerkschaften zu einem Treffen eingeladen, um für zwei Monate die Höhe von Preisen und Einkommen festzulegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/Juan Ignacio Roncoroni)
Argentiniens Präsident Alberto Fernández hat Unternehmer und Gewerkschaften zu einem Treffen eingeladen, um für zwei Monate die Höhe von Preisen und Einkommen festzulegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/Juan Ignacio Roncoroni)

Er habe Unternehmer und Gewerkschaften zu einem Treffen eingeladen, um für zwei Monate die Höhe von Preisen und Einkommen festzulegen, sagte Präsident Alberto Fernández am Dienstag. Ausserdem wolle er Massnahmen gegen die Spekulation ergreifen.

"Der Staat muss dort eingreifen, wo das Gleichgewicht verloren geht, denn ohne ihn ist die Gesellschaft ein Dschungel, in dem die Stärksten die Schwächsten fressen", sagte der Staatschef.

Um das Haushaltsdefizit zu finanzieren, druckt die Zentralbank ständig frisches Geld. Ausserdem steckt Argentinien seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise.

Die zweitgrösste Volkswirtschaft Südamerikas leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer grossen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst ständig.

(sda)


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