Kampf um Champions-League-Plätze und Klassenerhalt spitzt sich zu


News Redaktion
Sport / 06.06.20 06:03

Während in der Bundesliga fünf Runden vor Schluss die Meisterfrage wohl geklärt ist, spitzt sich der Kampf um die Champions-League-Plätze und den Klassenerhalt zu.

Heiss begehrt: Leverkusens Kai Havertz (links) hat das Interesse der europäischen Top-Klubs geweckt (FOTO: KEYSTONE/AP DPA/MARIUS BECKER)
Heiss begehrt: Leverkusens Kai Havertz (links) hat das Interesse der europäischen Top-Klubs geweckt (FOTO: KEYSTONE/AP DPA/MARIUS BECKER)

In der Bundesliga spielt ein Quintett Schwarzer Peter - sowohl im Kampf um die Teilnahme an der nächsten Champions League, als auch im Abstiegskampf. Titelverteidiger Bayern München dürfte sowohl der Platz in der Königsklasse, als auch der achte Titel in Folge allerdings nicht mehr zu nehmen sein. Dahinter liefern sich Borussia Dortmund (60 Punkte), Leipzig (58) und die vor dem Spieltag punktgleichen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen (56) einen Vierkampf um die weiteren drei Plätze in der Champions League.

Bayer Leverkusen empfängt am Samstag die Bayern. Für die Münchner ist es eine der letzten grossen Hürden auf dem Weg zur Meisterschale. Besonders im Fokus steht Kai Havertz. Der offensive Mittelfeldspieler gilt als grösstes Juwel im deutschen Fussball, ein möglicher Wechsel zum Rekordmeister war in den Tagen vor dem Spiel das Thema in den deutschen Medien. Auch andere Top-Klubs haben ihr Interesse am 20-Jährigen angemeldet, ein erstes Angebot von Real Madrid über 80 Millionen Euro soll Bayer abgelehnt haben. Laut Kicker dürfte Havertz, der noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, nicht unter einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro zu bekommen sein - Corona-Krise hin oder her.

Als interessante Affiche kündigt sich auch das Duell zwischen Borussia Dortmund und Hertha Berlin an. Die Berliner haben sich unter Trainer Bruno Labbadia gefangen und sind mit zehn Punkten aus vier Spielen nach den Bayern das beste Team seit der Wiederaufnahme der Saison Mitte Mai. Hat die Hertha während des kurzen Intermezzos von Jürgen Klinsmann noch landesweit für Hohn und Spott gesorgt, darf sie nun sogar wieder Richtung Europa-League-Plätze schielen.

Dank dem Zwischenspurt verabschiedete sich die Hertha aus dem Abstiegskampf. Und auch die von Adi Hütter trainierte Eintracht aus Frankfurt tat mit dem 3:0 unter der Woche in Bremen einen grossen Schritt Richtung Klassenerhalt. Somit dürfte nun ein Quintett unter sich ausmachen, wer neben Aufsteiger Paderborn, das kaum mehr zu retten ist, den Gang in die 2. Liga antreten wird und wer in die Relegation muss.

Zu den Gefährdeten gehört auch Union Berlin mit Trainer Urs Fischer. Der Aufsteiger ist schlecht aus den Startlöchern gekommen und hat aus vier Spielen nur einen Punkt geholt. Schlechter war seit dem Wiederbeginn nur Schalke 04, das alle vier Spiele verlor und am Sonntag in Berlin-Köpenick gastiert. Neben Union Berlin (14. Rang/31 Punkte) sind auch Augsburg (13./31), Mainz (15./28), Fortuna Düsseldorf (16./27) und Werder Bremen (17./25) akut gefährdet.

(sda)


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