Kanton gibt Studie zur Coronavirus-Immunität in Auftrag


News Redaktion
Schweiz / 05.06.20 15:36

Die Zürcher Gesundheitsdirektion will wissen, wie hoch der Anteil der Personen ist, die eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht haben. Sie hat deshalb der Universität Zürich den Auftrag für eine entsprechende Studie gegeben. Rund 3000 Personen sollen auf Antikörper getestet werden.

Eine Studie soll zeigen, wie hoch der Anteil von Personen in der Bevölkerung ist, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren. (FOTO: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Eine Studie soll zeigen, wie hoch der Anteil von Personen in der Bevölkerung ist, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren. (FOTO: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Die Studie startet am 8. Juni, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Sie wird in drei zeitlich gestaffelte Untersuchungswellen unterteilt. Mit ersten Ergebnissen ist Mitte Juli zu rechnen. Bis Ende Jahr soll die letzte Untersuchungswelle abgeschlossen sein.

Bei der Studie werden die gleichen Standards angewendet wie in anderen Kantonen, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen. So soll die Studie zusätzlich zur allgemeinen Bevölkerung auch besonders exponierte Gruppen miteinbeziehen. Dazu gehören Angestellte von Alters- und Pflegeheimen sowie der Spitex.

Die Studie soll Aufschluss darüber geben, wie hoch der Anteil an Personen ist, die Covid-19-Infektion durchgemacht haben. Die Ergebnisse sollen als Entscheidungsgrundlage für Zeitpunkt, Dauer, Aufrechterhaltung oder Aufhebung von gegenwärtigen und zukünftigen Massnahmen dienen.

Die Gesamtleitung der Untersuchung liegt beim Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich.

(sda)


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