Kanton Luzern erhöht Betrag für Prämienverbilligung leicht


News Redaktion
Regional / 19.11.20 10:50

Der Kanton Luzern soll im kommenden Jahr rund 200 Millionen Franken für die individuelle Prämienverbilligung der Krankenkassen bereithalten. Das ist leicht mehr, als zuletzt. Der Regierungsrat hat die Richtprämien für 2021 festgelegt.

Die Krankenkassenprämien werden vom Kanton Luzern 2021 etwas stärker verbilligt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Die Krankenkassenprämien werden vom Kanton Luzern 2021 etwas stärker verbilligt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Für das laufende Jahr hatte der Kanton 198,4 Millionen Franken für die Verbilligung eingestellt. Weil der Bund die Vorgaben angepasst hat, werde Luzern ab 2021 die Prämien für Kinder von Familien mit unteren und mittleren Einkommen neu um 80 statt 50 Prozent verbilligen, teilte die Regierung am Donnerstag mit.

Auch die Einkommensgrenze für den Anspruch auf Verbilligung bei Kindern und jungen Erwachsenen wird angehoben, auf 83434 Franken für Elternpaare. Somit kommen grundsätzlich mehr Personen in den Genuss von Prämienverbilligungen.

Nicht angepasst wird dagegen die Richtprämie, wie es beim Kanton auf Anfrage hiess. Diese legt fest, wer Anspruch auf Prämienverbilligung hat, nämlich wenn ihr Wert höher ist, als zehn Prozent des Einkommens. Sie verbleibt bei 84 Prozent der Durchschnittsprämie, nachdem sie im letzten Jahr um 1 Prozentpunkt angehoben worden war, dies als Reaktion auf eine SP-Volksinitiative.

Die Luzerner Gemeinden sind in drei Prämienregionen eingeteilt. In diesen unterscheiden sich die Richtprämien für Erwachsene, junge Erwachsene und Kinder. Sie reichen von 4560 Franken für Erwachsene in der Prämienregion 1 bis zu 948 Franken für Kinder in den Prämienregionen 2 und 3.

Anspruch auf Prämienverbilligung haben Haushalte, deren Ausgaben für die Krankenkassenprämien mindestens zehn Prozent des massgebenden Einkommens übersteigen. Der selber zu tragende Anteil steigt mit zunehmendem Einkommen.

Im Kanton Luzern steigen 2021 die monatlichen mittleren Prämien über alle Altersklassen gesehen um 1,4 Prozent. Das ist zwar deutlich mehr als der Schweizer Schnitt, wo der Anstieg bei 0,5 Prozent liegt. Im Jahr zuvor waren die Luzerner Prämien aber um 1,3 Prozent gesunken.

(sda)


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