Kanton Luzern integriert junge Flüchtlinge in Brückenangebot


Roman Spirig
Regional / 13.12.22 13:00

Der Kanton Luzern öffnet die schulischen Brückenangebote für Jugendliche Flüchtlinge mit Schutzstatus S, nachdem der Bund diesen verlängert hat. Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler schafft er neu ein auf Sprachen ausgerichtetes Angebot.

Kanton Luzern integriert junge Flüchtlinge in Brückenangebot (Foto: KEYSTONE /  / )
Kanton Luzern integriert junge Flüchtlinge in Brückenangebot

Anfang November hatte der Bundesrat den Schutzstatus S bis März 2024 verlängert. Die Kantone sind für die Beschulung der jungen Flüchtlinge zuständig. Im Kanton Luzern wurden sie bislang in der Volksschule und in den Schulangeboten Asyl (SAA) unterrichtet.

Wie die Dienststelle für Berufs- und Weiterbildung am Dienstag mitteilte, haben zwischenzeitlich rund 20 Jugendliche das Sprachniveau A2 erreicht und sollen eine Anschlusslösung erhalten. Der Regierungsrat habe daher beschlossen, dass Jugendliche mit Schutzstatus S ab dem Schuljahr 2023/24 sogenannte Brückenangebote besuchen können.

Bei diesen Schulen, die in der Stadt Luzern und in Sursee geführt werden, handelt es sich um Übergangsangebote nach dem Ende der obligatorischen Schulzeit. Weil das ukrainische Bildungssystem stärker akademisch ausgerichtet ist, als das Schweizerische, richtet der Kanton ein weiteres Brückenangebot ein.

Dieses richtet sich an alle späteingereisten Jugendlichen bis 23 Jahre mit hohem schulischen Potential. Unterrichtet werden insbesondere Fremdsprachen, neben Deutsch auch Englisch und Italienisch, wie es beim Kanton auf Anfrage hiess.

Mit dem neuen Angebot wolle man den jungen Menschen im Falle einer Rückkehr die Wiedereingliederung ins ukrainische Bildungssystem ermöglichen. Auch für eine mittel- und langfristige Integration seien frühzeitige Massnahmen wichtig.

Eine Berufslehre ist für Menschen mit Schutzstatus S heute nicht zugelassen. Der Kanton werde die Situation in etwa einem Jahr neu beurteilt, wenn erste Lernende aus dem Brückenangebot vor der Frage ihrer beruflichen Zukunft stehen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Trauer um Annie Wersching - Schauspielerin stirbt mit 45
International

Trauer um Annie Wersching - Schauspielerin stirbt mit 45

Die US-Schauspielerin Annie Wersching ist tot. Sie sei am Sonntag (Ortszeit) im Alter von 45 Jahren gestorben, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf ihren Ehemann Stephen Full und ihren Publizisten Craig Schneider.

Die Jonas Brothers feiern
International

Die Jonas Brothers feiern "Walk of Fame"-Stern mit Familie und Fans

Das amerikanische Brüder-Trio The Jonas Brothers ist auf Hollywoods "Walk of Fame" mit einer Sternenplakette verewigt worden. Nick (30), Joe (33) und Kevin Jonas (35) enthüllten am Montag (Ortszeit) vor kreischenden Fans die 2745. Plakette auf dem berühmten Trottoir.

Afghanistan: Taliban schliessen Frauen von Uni-Aufnahmeprüfungen aus
International

Afghanistan: Taliban schliessen Frauen von Uni-Aufnahmeprüfungen aus

Die in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban haben Frauen von den jährlichen Aufnahmeprüfungen für Hochschulen ausgeschlossen. Das Ministerium für Höhere Bildung habe private und öffentliche Hochschulen in einem Schreiben angewiesen, keine Frauen zum Eintrittsexamen für das nächste Studienjahr zuzulassen, berichtete der lokale Nachrichtensender Tolonews am Samstag. Beamte des Hochschulministeriums bestätigten das Schreiben und den Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Die Islamisten dämpfen damit die Hoffnungen vieler Afghaninnen und Afghanen, die Taliban könnten das im Dezember verhängte Hochschulverbot nach Protesten im Land und scharfer internationaler Kritik wieder aufheben.

Teheran: Drohnenangriff auf iranische Militäranlage abgewehrt
International

Teheran: Drohnenangriff auf iranische Militäranlage abgewehrt

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine Militäranlage im Zentrum des Landes abgewehrt. Ziel der Attacke in der Nacht zu Sonntag sei ein Werkstattkomplex des Verteidigungsministeriums nördlich der Stadt Isfahan gewesen.