Kanton reduziert Schulgeldbeitrag an Stiftsschule Engelberg nicht


Roman Spirig
Regional / 11.07.19 09:55

Die Obwaldner Regierung reduziert den Schulgeldbeitrag an die Stiftsschule Engelberg nicht. Die vergleichsweise hohen Beiträge seien angemessen. Die Schule habe nicht nur eine bildungspolitische sondern auch eine volkswirtschaftlich und regionalpolitische Bedeutung.

Kanton reduziert Schulgeldbeitrag an Stiftsschule Engelberg nicht
Kanton reduziert Schulgeldbeitrag an Stiftsschule Engelberg nicht

Stiftsschule und Kanton hätten sich auf die Beibehaltung der bisherigen Beitragshöhe von 24'000 Franken pro Schülerin und Schüler und Jahr geeinigt, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Seit 40 Jahren besteht zwischen dem Kanton Obwalden und dem Kloster sowie der Stiftsschule Engelberg eine Leitungsvereinbarung über die Aufnahme und Ausbildung von Schülerinnen und Schülern aus dem Kanton Obwalden.

Die Schule ist verpflichtet, Obwaldner Gymnasiasten aufzunehmen, im Gegenzug bezahlt der Kanton an diese Ausbildung. Gemäss gültiger Leistungsvereinbarung aus dem Jahr 2012 beträgt das Schulgeld 24'000 Franken pro Jahr.

Im Rahmen der Überprüfung und Anpassung des Bildungsgesetzes und damit der Umsetzung einer entsprechenden Motion überprüfte die Regierung auch diese Leistungsvereinbarung. Kosten für den Kanton sollten reduziert werden. Die Stiftsschule ihrerseits brachte gestiegene Pro-Kopf-Kosten sowie grosse Investitionen in die Schul- und Internatsräume ein.

Das Angebot der Schule und die Tatsache, dass die Schule relativ klein ist, verursachen höhere Fixkosten, schreibt die Regierung. So seien die Schulgeldbeiträge des Kantons im interkantonalen Vergleich relativ hoch. Und mit nur einem öffentlichen Gymnasium sei in Obwalden eine höhere Versorgungsabhängigkeit von privaten Gymnasien gegeben.

Rund die Hälfte der Studierenden an der Stiftsschule Engelberg stammt aus Obwalden. Weder für sie noch für die Internatsstudierenden wäre die Führung eines je eigenen Gymnasium finanzierbar, hält die Regierung fest. Die Schule sei nur im Zusammenspiel von Internat und Externat überlebensfähig.

Aufgrund all dieser Besonderheiten verzichtet die Regierung auf eine Reduktion des Schulgeldes. Um die Abgeltung künftig dem allgemeinen Preisniveau ohne Neuverhandlungen anpassen zu können, soll der Kantonsbeitrag neu der Teuerung angepasst werden können. Die angepasste Leistungsvereinbarung tritt auf das kommende Schuljahr in Kraft.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Hotelfachschule Luzern bildet neu Butler aus
Regional

Hotelfachschule Luzern bildet neu Butler aus

"Certified Butler SHL" heisst der neue Abschluss, den man an der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern erlangen kann. In einem vierwöchigem Vollzeit-Programm werden junge Leute auf das Leben als professionelle Diener vorbereitet.

Super-Ligisten ohne Glanz in die Achtelfinals
Sport

Super-Ligisten ohne Glanz in die Achtelfinals

Die Klubs aus der Super League taten sich in den Cup-Sechzehntelfinals auch am Sonntag schwer. Neuchâtel Xamax, Thun, Sion und Luzern setzten sich ohne viel Glanz gegen Unterklassige durch.

Bauernaufmarsch auf dem Bundesplatz
Schweiz

Bauernaufmarsch auf dem Bundesplatz

Kühe auf der Kornhausbrücke, Treichler vor dem Bundeshaus: Mit der traditionellen Sichlete auf dem Bundesplatz haben die Berner Bauern heute auf sich aufmerksam gemacht. Höhepunkt der Sichlete in Bern ist jeweils der Alpabzug einer Bauernfamilie.

Luzerner Landwirte bleiben verschont von CO2-Reduktionsfrist
Regional

Luzerner Landwirte bleiben verschont von CO2-Reduktionsfrist

Luzerner Bäuerinnen und Bauern müssen den CO2-Ausstoss ihrer Betriebe nicht bis 2050 herunterfahren. Der Kantonsrat hat am Montag eine Motion von Roland Fischer (GLP) mit 87 zu 19 Stimmen in ein Postulat abgeschwächt und teilweise überwiesen.