Kanton Schwyz unterstützt Köhlerei-Versuch und Braugersten-Anbau


News Redaktion
Regional / 02.12.20 14:31

Grillkohle herstellen, Braugerste anbauen und Feuerholz verkaufen: Für diese drei Schwyzer Projekte hat der Kanton Schwyz Beiträge aus dem Corona-Impulsprogramm bewilligt.

Ein Grossteil der Schweizer Grillkohle stammt aus dem Entlebuch - nun will man auch im Kanton Schwyz ins Köhlerei-Geschäft einsteigen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)
Ein Grossteil der Schweizer Grillkohle stammt aus dem Entlebuch - nun will man auch im Kanton Schwyz ins Köhlerei-Geschäft einsteigen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/SIGI TISCHLER)

Der Kantonsrat hatte insgesamt 2,5 Millionen Franken für das Impulsprogramm Hopp Schwyz gesprochen, davon sind 800000 Franken für nachhaltige Projekte reserviert. Neben dem bereits verfügbaren Bergbahnen-Pass, hat das Amt für Wirtschaft drei weitere Projekte bewilligt, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Unterstützt wird ein Testversuch der Oberallmeind-Korporation Schwyz, die aus einheimischem Holz mittels Thermolyse Grillkohle herstellen will. Hintergrund ist, dass von den 13000 Tonnen Kohle jährlich, die in der Schweiz Grillgut zum brutzeln bringen, nur gerade 130 Tonnen aus dem Inland stammen.

Hilfe erhalten zudem sechs Schwyzer Biobauern, die ab kommendem Jahr auf 2,2 Hektaren Braugerste anbauen, um daraus ein regionales Bier herzustellen. Der Erfolg sei nicht garantiert, heisst es in der Medienmitteilung, denn der Braugerstenanbau sei anspruchsvoll, stimme die Qualität nicht, sei das Brauen nicht möglich.

Garantiert ist der Erfolg dagegen beim dritten Projekt: Wer mit 20 Franken im Sack bei den Werkhöfen verschiedener Schwyzer Forstbetriebe vorbeigeht, erhält dort eine gefüllte Schwyz-Brennholz-Harasse. Die Nachfüllung mit 25 Kilogramm Brennholz kostet 15 Franken.

Wie die Staatskanzlei weiter mitteilte, wurden ausserhalb des Impulsprogramms zudem 20 Schwyzer Start-up-Unternehmen mit Bürgschaften für ein Darlehen unterstützt. Sie beschäftigen insgesamt rund 125 Mitarbeitende. Eingegangen waren 38 Gesuche. Kanton und Bund hatten dafür 7,5 Millionen Franken bereitgestellt.

(sda)


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