Kanton Schwyz verzeichnet Zunahme von Cyberdelikten


Roman Spirig
Regional / 25.03.21 16:00

Die Schwyzer Kantonspolizei hat im vergangenen Jahr 782 Verkehrsunfälle registriert - 50 weniger als im Vorjahr. Dafür gab es mehr Cybercrime-Straftaten: Ihre Anzahl stieg um 100 auf 520 Delikte. Für die Polizei stellten zudem im Corona-Jahr die vielen Einsätze und Kontrollen eine besondere Herausforderung dar.

Kanton Schwyz verzeichnet Zunahme von Cyberdelikten (Foto: KEYSTONE /  / )
Kanton Schwyz verzeichnet Zunahme von Cyberdelikten

Von den 520 Cybercrime-Straftaten entfielen 232 Delikte auf den Cyberbetrug, wie die Schwyzer Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Deliktssumme betrug total 5,14 Millionen Franken.

Bei den 782 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen verloren zehn (im Vorjahr: sechs) Personen ihr Leben. 69 (48) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, fünf (sechs) lebensbedrohliche. Die häufigste Unfallursache war das Missachten des Vortritts.

2020 erfasste die Polizei im Kanton Schwyz insgesamt 5635 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung. Dies ist eine Zunahme von 0,6 Prozent.

Im Bereich häusliche Gewalt wurden 155 Straftaten registriert. Das sind 21 Delikte weniger als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen. Leicht zurück gingen die Vermögensdelikte.

Die Kantonspolizei schreibt weiter, dass auch die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie das Jahr prägten. Parallel zu Einschränkungen im Dienstbetrieb musste sie eine grosse Anzahl von Kontrolltätigkeiten sicherstellen.

Von Mitte März bis Ende Dezember wurden 1750 Kontrollen von Veranstaltungen, Lokalen und Geschäften durchgeführt. Das sind rund sechs pro Tag. Die Zahl der Notrufe nahm mit insgesamt 25850 im Vergleich zum Vorjahr um 2400 zu.

(sda)


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