Kanton soll Home Office fördern - auch bei Privatunternehmen


News Redaktion
Schweiz / 23.01.23 12:51

Der Kanton Zürich soll sich etwas einfallen lassen, damit das Home Office auch nach der Pandemie nicht wieder komplett verschwindet. Der Kantonsrat hat am Montag einen Vorstoss der FDP mit 91 zu 81 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen.

Arbeiten am Esstisch: Eine Mehrheit des Kantonsratss fände es sinnvoll, wenn der Kanton das Home Office weiterhin fördern würde. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Arbeiten am Esstisch: Eine Mehrheit des Kantonsratss fände es sinnvoll, wenn der Kanton das Home Office weiterhin fördern würde. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Corona-Pandemie brachte zumindest etwas Gutes hervor: das Home Office. Hier waren sich die Ratsmitglieder für einmal von links bis rechts einig. Für die FDP ist klar, dass dieser Trend auch weiterhin anhalten soll. Zumindest ein Teil der Arbeit soll ihrer Meinung nach auch künftig vom heimischen Bürotisch aus erledigt werden.

Bessere Leistung, mehr Freizeit und weniger Pendelverkehr seien die Vorteile. Der Regierungsrat müsse deshalb mit Anreizen oder gesetzlichen Anpassungen dafür sorgen, dass der Trend zum Heimbüro anhalte, und dies nicht nur bei den eigenen Verwaltungsangestellten, sondern auch bei privaten Unternehmen.

Der Regierungsrat muss nun in einem Bericht aufzeigen, welche Möglichkeiten in Frage kommen könnten. SVP, Grüne und Mitte staunten jedoch nicht schlecht, als sie das Anliegen der FDP sahen. "Ausgerechnet die FDP fordert den Staat auf, einzugreifen und das Home Office zu fördern?", fragte Jasmin Pokerschnig (Grüne, Zürich). "Dafür braucht es den Staat doch nicht."

Die Politik müsse bei diesem Thema keine Reglementierungen oder Anreize schaffen, sagte Ueli Bamert (SVP, Zürich). Auch die Mitte fand die Forderung der FDP "unsinnig", wie Ruth Ackermann (Zürich) sagte. Es sei doch nicht Aufgabe des Kantons, Home Office bei Privaten zu fördern.

Die Ratsmehrheit möchte die Auslegeordnung des Regierungsrates jedoch sehen. Dieser hat nun zwei Jahre Zeit, einen Bericht zum Thema zu erstellen.

(sda)


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