Kanton St. Gallen hat Covid-19-Hilfen für die Kultur beendet


News Redaktion
Schweiz / 18.01.23 11:57

Der Kanton St. Gallen hat wegen der Covid-19-Pandemie Ausfallentschädigungen und Transformationsbeiträge für die Kultur in der Höhe von 10,2 Millionen Franken bereitgestellt. Die entsprechenden Programme liefen Ende November aus.

Das St. Galler Openair im Sittertobel gehörte zu den zahlreichen Veranstaltungen, die während der Covid-19-Pandemie abgesagt werden mussten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Das St. Galler Openair im Sittertobel gehörte zu den zahlreichen Veranstaltungen, die während der Covid-19-Pandemie abgesagt werden mussten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die Unterstützung habe geholfen, noch grössere Schäden für die Kultur zu verhindern, teilte der Kanton am Mittwoch mit. Von den insgesamt 20,5 Millionen Franken, die in den zweieinhalb Jahren zwischen März 2020 und November 2022 für ausgefallene Veranstaltungen gesprochen wurden, übernahm der Bund die Hälfte.

Die Situation der Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen bleibe aber auch nach der Pandemie angespannt, heisst es weiter. Die geringen finanziellen Reserven seien aufgebraucht. Das Publikum komme bisher nicht mehr in gleichem Ausmass zurück. Das Vereinsleben sei ins Stocken geraten oder sogar zum Erliegen gekommen.

Insgesamt hat das Amt für Kultur rund 1000 Anträge um Ausfallentschädigungen bearbeitet. Von den 478 Gesuchen von Kulturschaffenden wurden 350 (73,2 Prozent) gutgeheissen und danach drei Millionen Franken ausbezahlt. Bei den Kulturunternehmen wurden 73,8 Prozent der Gesuche bewilligt, die Hilfen in der Höhe von 17,5 Millionen Franken auslösten.

Neben Ausfallentschädigungen wurden auch Transformationsprojekte gefördert. Damit konnten sich die Kulturschaffenden auf das veränderte Publikumsverhalten nach der Pandemie vorbereiten.

Dort wurden 49 von 69 Gesuchen gutgeheissen (71 Prozent). Ein Teil der Projekte wird noch bis Oktober 2023 umgesetzt, eine abschliessende Aussage über die total ausbezahlte Summe ist deshalb noch nicht möglich. Bisher beläuft sie sich auf 2,6 Millionen Franken, die Hälfte davon übernimmt der Bund.

(sda)


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