Kanton Zug plant keine weiteren finanziellen Corona-Hilfen


News Redaktion
Regional / 14.06.21 11:24

Der Kanton Zug hat in der Coronakrise insgesamt 582 Unternehmen mit über 104 Millionen Franken unterstützt. Nun aber sieht die Zuger Regierung Licht am Horizont: Sie hat am Montag verkündet, dass Zug aktuell keine weiteren finanziellen Hilfeleistungen plane.

Plant keine weitere finanzielle Unterstützung: Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Plant keine weitere finanzielle Unterstützung: Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus würden vom Bund stetig gelockert, was der Wirtschaft die Möglichkeit gebe, sich zu erholen und ohne staatliche Unterstützung selbst zu regulieren, teilte die Zuger Finanzdirektion am Montag mit.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) nennt das Zuger Härtefallprogramm einen vollen Erfolg. Es habe viele Konkurse abgewendet und die Zuger Wirtschaft stark entlastet. Für ihn sei klar, dass es nach den Lockerung der Massnahmen nicht am Staat liegen könne, jedes Unternehmen am Leben zu erhalten.

Die angeschlagene Wirtschaft müsse sich jetzt nachhaltig erholen und neu finden können.

Insgesamt gingen im Rahmen des Härtefallprogramms 740 Gesuche ein. Rund 80 Prozent konnten gutgeheissen werden. Aufgrund der sich mehrfach geänderten Rahmenbedingungen erhöhte Zug die ursprünglich beim Kantonsrat beantragten 44 Millionen Franken in zwei Schritten auf insgesamt 150 Millionen Franken.

Auch, weil anstatt der ursprünglich angedachten Darlehen grossmehrheitlich nicht rückzahlbare Beiträge ausbezahlt werden mussten. Auch Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann (CVP) zieht eine positive Bilanz. Die Wirtschaft habe den zweiten Shutdown gut verdaut und regeneriere sich, wird sie zitiert.

Wenige Bereiche wie die Event-, Reise-, Gastro- und Hotelleriebranche hätten einen weiteren Weg vor sich. Die Zeichen stünden aber auf Erholung.

(sda)


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