Kein Diesel-Prozess gegen Opel - Hersteller zahlt Millionenbussgeld


News Redaktion
Wirtschaft / 19.10.21 09:05

Opel hat im Diesel-Skandal ein Bussgeld von 64,8 Millionen Euro akzeptiert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte die Busse verhängt, weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestossen haben als beim Kraftfahrtbundesamt angegeben.

Weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestossen haben als angegeben, wurde Opel ein Bussgeld von 64,8 Millionen Euro auferlegt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)
Weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestossen haben als angegeben, wurde Opel ein Bussgeld von 64,8 Millionen Euro auferlegt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

Wie eine Sprecherin am Dienstagmorgen bestätigte, schloss die Behörde bereits im Februar das Ermittlungsverfahren gegen Opel wegen Verletzung von Dokumentationspflichten bei der Genehmigung der Dieselmodelle mit einer entsprechenden Geldbusse ab. Diese sei zwischenzeitlich bezahlt, teilte die Sprecherin mit. Einen Prozess nach dem Vorbild Volkswagen wird es bei Opel daher nicht geben. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk berichtet.

Gegen sechs verantwortliche Manager wurden die Verfahren wegen geringer Schuld beziehungsweise gegen Zahlung von Auflagen eingestellt. Opel legt Wert auf die Feststellung, dass der Bussgeldbescheid keinen Vorwurf einer vorsätzlichen Tat oder einer Straftat enthalte, insbesondere keines Betruges. Er enthält auch keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung, sagte ein Unternehmenssprecher. Opel sei weiterhin grundsätzlich der Überzeugung, dass alle Fahrzeuge jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben.

Angestossen hatte die Ermittlungen der Verein Deutsche Umwelthilfe. 2018 verhängte das Kraftfahrtbundesamt einen verpflichtenden Rückruf zu Opel-Modellen, die auf der Strasse deutlich erhöhte Schadstoffmengen ausgestossen hatten. Opel reagiert mit einer veränderten Software.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Maximal 15'000 Zuschauer in deutschen Fussballstadien
Sport

Maximal 15'000 Zuschauer in deutschen Fussballstadien

Zu Fussballspielen sind in Deutschland wegen der erneut bedrohlichen Corona-Lage vorerst nur noch höchstens 15'000 Zuschauer zugelassen.

Männer-Nationalteam will endlich wieder in den WM-Final
Sport

Männer-Nationalteam will endlich wieder in den WM-Final

Ein Jahr später als geplant startet das Unihockey-Nationalteam der Männer in Helsinki zur 13. WM. Die Schweiz will endlich wieder in den Final, träumt gar vom ersten Triumph. Doch die Hürde ist hoch.

Obwaldner Kantonsrat gibt Geld für geplagten Wald
Regional

Obwaldner Kantonsrat gibt Geld für geplagten Wald

Im Kanton Obwalden steht mehr Geld für die Behebung von Waldschäden zur Verfügung. Der Kantonsrat hat in seiner Sitzung vom Freitag einen Zusatzkredit von 3,33 Millionen Franken bewilligt.

Memphis Grizzlies feiern höchsten Sieg der NBA-Geschichte
Sport

Memphis Grizzlies feiern höchsten Sieg der NBA-Geschichte

Die Memphis Grizzlies schreiben NBA-Geschichte. Das Team aus dem US-Bundesstaat Tennessee setzte sich in der Nacht auf Freitag 152:79 (72:36) gegen die Oklahoma City Thunder durch.