Kein Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in der St. Galler Altstadt


Roman Spirig
Schweiz / 22.09.22 11:30

Der St. Galler Stadtrat hat verschiedene Massnahmen wegen des drohenden Strommangels angekündigt. So wird in den Büros und Schulen die Raumtemperatur auf 20 Grad reduziert. Damit können 430’000 kWh und damit der Stromverbrauch von 112 Vierpersonen-Haushalten eingespart werden.

Kein Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in der St. Galler Altstadt (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)
Kein Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in der St. Galler Altstadt (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)

In Turnhallen und Sportzentren soll die Innentemperatur auf 16 Grad gesenkt werden. Dies entspreche einem Sparpotenzial von weiteren 40'000 kWh, heisst es in der Mitteilung der Stadt vom Donnerstag. Für die Verkehrsbetriebe übernehme man die Branchenempfehlung des Verbands öffentlicher Verkehr: Die Temperatur im Fahrgastraum wird von 22 auf 18 Grad reduziert.

Weiter soll die Fassadenbeleuchtung von öffentlichen und historischen Gebäuden abgeschaltet werden. Auch die Beleuchtung in Verwaltungs- und Schulgebäuden wird verringert. In Schulen, Sport- und Freizeitanlagen sowie in Verwaltungsgebäuden will die Stadt auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten.

Eine Ausnahme gibt es für Weihnachtsbeleuchtung "AllerStern" in der Altstadt. Der Stadtrat wolle "mit der beliebten und sehr energieeffizienten Beleuchtung" ein Zeichen setzen, dass die Bevölkerung trotz vielfältiger Einschränkungen "eine besinnliche Weihnachtszeit" erleben dürfe. Erwartet wird aber, dass das Gewerbe auf die Beleuchtung der Schaufenster ausserhalb der Öffnungszeiten der Geschäfte verzichtet.

Die Massnahmen treten Anfang Oktober in Kraft und sollen neben effektiven Einsparungen beim Energieverbrauch auch der Sensibilisierung dienen, wie es in der Mitteilung heisst.

(sda)


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