Keine reinen Männergremien nach Luzerner Gemeinderatswahlen


Roman Spirig
Regional / 02.07.20 13:21

In 78 Luzerner Gemeinden wurde bei den diesjährigen Gesamterneuerungswahlen je mindestens eine Frau in den Gemeinderat gewählt. Die Erfolgsquote der Frauen war etwas höher als jene der Männer, dennoch sind sie in den Gremien untervertreten.

Keine reinen Männergremien nach Luzerner Gemeinderatswahlen (Foto: KEYSTONE / DPA / KAY NIETFELD)
Keine reinen Männergremien nach Luzerner Gemeinderatswahlen (Foto: KEYSTONE / DPA / KAY NIETFELD)

Bei den Wahlgängen Ende März und Ende Juni wurden insgesamt 374 Personen als Gemeinderäte oder -rätinnen gewählt, wie Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mitteilte. Die Statistiker werteten Ergebnisse aus den bislang vorliegenden 78 Luzerner Gemeinden aus.

Der Frauenanteil der Gewählten beträgt 37 Prozent. Die Frauen hatten mit 86 Prozent sowohl als Bisherige als auch als neue Kandidatinnen eine leicht höhere Erfolgsquote als die Männer mit 85 Prozent.

Entscheidend für den Wahlerfolg sei gewesen, ob eine Kandidatin oder ein Kandidat als Bisherige oder Bisheriger zur Wahl antreten konnte. Unter den Bisherigen betrug die Erfolgschance 96 Prozent, unter den neu Kandidierenden 67 Prozent.

In allen Gemeinden wurde mindestens eine Frau in den Gemeinderat gewählt. In 30 Gemeinden nahm je eine Frau Einsitz im Gemeinderat, in 17 Gemeinden erreichten die Frauen eine Mehrheit. Lustat erhob im Rahmen der Luzerner Gemeinderatswahlen 2020 erstmals verschiedene Merkmale zu den Kandidierenden und Gewählten.

(sda)


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