Kerns löst Vertrag mit Architekten von Schulhausbau auf


News Redaktion
Regional / 24.11.22 18:00

Die Obwaldner Gemeinde Kerns hat den Vertrag mit dem Architekturbüro, das die neue Schulanlage geplant hat, gekündigt. Weil die Planung des Projekts nicht den Angaben der Architekten entsprochen habe, stellte die Gemeinde die Arbeiten im September ein.

Die Bauarbeiten am neuen Primarschulhaus von Kerns werden von einem anderen Architekten zu Ende gebracht. (FOTO: Gemeinde Kerns)
Die Bauarbeiten am neuen Primarschulhaus von Kerns werden von einem anderen Architekten zu Ende gebracht. (FOTO: Gemeinde Kerns)

Eine Analyse habe bestätigt, dass zahlreiche wichtige planerische Detailfragen nicht wie versprochen geklärt seien, teilte die Gemeinde am Donnerstag mit. Eine einvernehmliche Vertragsauflösung mit dem Architekturbüro sei nicht zustande gekommen, weshalb man den Vertrag nun gekündigt habe.

Unterdessen habe die Gemeinde mit der Quartier Vier Architektur AG aus Stans einen Vertrag für die erfolgreiche Vollendung des Primarschulhauses abgeschlossen. Die Planung des Anbaus des Schulhauses Sidern wurde an die Architektur3 AG in Kerns vergeben.

Für beide Projekte lagen je vier Angebote vor. Die Vergabe im freihändigen Verfahren sei möglich geworden wegen unvorhersehbarer Ereignisse und der Dringlichkeit.

Vorgesehen ist, Anfang März 2023 die Baustelle des Primarschulhauses wieder in Betrieb zu nehmen. Der Bezug soll im Frühjahr 2024 erfolgen. Die Schulraumsituation bleibe länger angespannt als erwartet, der notwendige Raum stehe später zur Verfügung als geplant.

Die Stimmberechtigten von Kerns hatten im November 2021 einen Kredit von knapp 20 Millionen Franken genehmigt für eine umfassende Erneuerung der Gemeindeschulhäuser. Der Gemeinderat behalte sich Schadenersatzforderungen gegenüber dem Architekturbüro vor, heisst es in der Mitteilung.

(sda)


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