Kleine Privatbanken verzeichnen weiterhin tiefe Profitabilität


News Redaktion
Wirtschaft / 26.09.22 07:09

Die kleinsten Privatbanken sind weiterhin deutlich weniger profitabel als ihre grossen Konkurrenten. Diese Entwicklung habe sich in den vergangenen Jahren noch akzentuiert, heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens PWC.

Die kleinsten Privatbanken sind weiterhin deutlich weniger profitabel als ihre grossen Konkurrenten. Dies geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens PWC hervor. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)
Die kleinsten Privatbanken sind weiterhin deutlich weniger profitabel als ihre grossen Konkurrenten. Dies geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens PWC hervor. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Im dem für Vermögensverwalter sehr starken Geschäftsjahr 2021 konnten laut der Studie grosse Institute - solche mit mehr als 50 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen (AuM) - ihre Profitabilität stark steigern. Die PWC-Studienautoren kommen für diese Banken für 2021 auf eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity RoE) von 19 Prozent. Mittelgrosse Banken mit AuM zwischen 5 und 50 Milliarden hätten immerhin noch einen im Mehrjahresvergleich ebenfalls guten RoE von 8,3 Prozent ausgewiesen.

Für kleine Privatbanken mit verwalteten Vermögen unter 5 Milliarden habe sich dagegen die Situation im vergangenen Jahr noch verschlechtert. Die PWC-Studie kommt für diese Institute auf einen RoE von gerade 2,5 Prozent, nachdem die Rendite noch 2017 bei fast 6 Prozent lag. Zum einen operierten kleine Privatbanken mit einer vergleichsweise hohen Eigenkapitalbasis, so die Studienautoren. Andererseits seien die Betriebserträge seit 2017 unter Druck gewesen.

Kleine Privatbanken hätten im vergangenen Jahr auch kaum von den günstigen Marktbedingungen profitieren können. Die zusätzlichen Erträge aufgrund der gestiegenen AuM seien von Kostensteigerungen kompensiert worden. Die Studie kommt für die kleinen Institute auf ein ungünstiges Kosten-Ertrags-Verhältnis von 92,3 Prozent, das sich damit gegenüber dem Vorjahreswert (90,9 Prozent) noch verschlechtert habe.

Dagegen konnten mittlere und grosse Vermögensverwalter von den starken Finanzmärkten und hohen Neugeldzuflüssen profitieren. Zwar stiegen auch bei ihnen die Kosten an, allerdings weniger stark als die Erträge. Für mittelgrosse Institute kommt die PWC-Studie auf ein durchschnittliches Kosten-Ertrags-Verhältnis von 77,0 Prozent und für die grossen Institute von 66,8 Prozent.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Überraschende Niederlage für Hischier und Co.
Sport

Überraschende Niederlage für Hischier und Co.

Im Duell der beiden NHL-Teams mit Schweizer Captains setzen sich überraschend die Nashville Predators von Roman Josi gegen die New Jersey Devils um Nico Hischier durch.

Unwetterwarnung auf Ischia
International

Unwetterwarnung auf Ischia

Wegen einer neuen Unwetterwarnung sind mehr als 1000 Menschen auf der zuletzt von heftigen Erdrutschen heimgesuchten Insel Ischia zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Die Evakuierungen sollten am Freitag um 16 Uhr beginnen, wie die Behörden ankündigten.

Blinken: Welt erwartet verantwortungsvollen Umgang mit China
International

Blinken: Welt erwartet verantwortungsvollen Umgang mit China

US-Aussenminister Antony Blinken will bei seiner Reise nach China Anfang kommenden Jahres auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten. "Wenn wir Möglichkeiten der Zusammenarbeit finden können, liegt dies nicht nur im Interesse unserer Bürger, sondern auch im Interesse der Menschen in aller Welt", sagte Blinken am Sonntag dem US-Sender CNN. Als Beispiele nannte er die Themen Klima oder Gesundheit. "Die Welt erwartet von uns, dass wir mit dieser Beziehung verantwortungsvoll umgehen", so Blinken über das Verhältnis zu China. Aus dem Wettbewerb dürfe kein Konflikt werden.

Die Hundertstel entscheiden gegen Vogt
Sport

Die Hundertstel entscheiden gegen Vogt

Michael Vogt und seine Crew müssen beim Weltcup in Park City mit dem Viererbob mit Platz 5 vorliebnehmen, obwohl sie den 2. Rang hinter Francesco Friedrich bloss um 6 Hundertstel verfehlen.